Anja Lorenz und Martin Mandausch zu Qualitätssicherung von OER im Podcast-Interview



Immer mehr Menschen erstellen Materialien, die von anderen gut nachgenutzt und an die eigenen Erfordernisse angepasst werden könnten. Häufig werden die Materialien – aus unterschiedlichen Gründen – nicht für andere als OER freigegeben.
Hier soll die OER-Materialklappe Abhilfe schaffen. Auf der Plattform können eigene Materialien hochgeladen werden, sie werden anschließend von freiwilligen Redakteur*innen geprüft und mit einer freien Lizenz versehen veröffentlicht.

Im Projekt LOERSH – OER in die Schule! Landesweite OER-Qualifizierung Schleswig-Holstein wurde ein besonderer Ansatz verfolgt: hier wurden auch Schüler*innen als Multiplikator*innen ausgebildet. Dies ist nicht die einzige Besonderheit des Projekts, auf das die Projektverantwortliche Claudia Kuttner zurückblickt.

Worin bestehen die Vorteile von OER? Wo finde ich Materialien für den Unterricht in der Schule? Und wie lassen sich eigene Materialien für andere nutzbar machen? Bei der Veranstaltung „Mischen Possible“ am 5. September 2018 in Hannover bekamen und Akteur*innen aus schulischer Bildungsarbeit Einblicke in das Themenfeld OER und Raum für Diskussionen zu freien Bildungsmaterialien. Wir bringen einen Überblick über die Veranstaltung und Links zu den Präsentationen und Materialien.

Eine Vielzahl von Best Practices für Open Educational Resources (OER) in der Schule zeigen, dass frei verfügbare Bildungsmaterialien auch im Alltag der Lehrenden und Lernenden angekommen sind. Bei OERinfo ist eine Zusammenstellung von Best Practices für alle Praktiker*innen in der Schule zu finden.

Dass OER und Verwaltungen gut zusammen passen, ist die feste Überzeugung von Jan Pawlowski, der als Professor an der Hochschule Ruhr West arbeitet. Mit dem Projekt Offene Wissensressourcen im öffentlichen Sektor (ÖWR) sollten öffentliche Verwaltungen für OER sensibilisiert werden und Interessierte sich vernetzen können. Welche Erkenntnisse er aus dem Projektverlauf gewonnen hat, schildert Jan Pawlowski für OERinfo.

Das Projekt ÖWR war ein Verbundprojekt der Hochschule Ruhr-West Bottrop und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim. Ziel war es, öffentliche Verwaltungen für OER zu sensibilisieren und durch Schulungen und Workshops praktische Erfahrungen zu ermöglichen.
Unsere Zielgruppe waren öffentliche Verwaltungen. Es war überraschend, wie aufgeschlossen öffentliche Verwaltungen für die Idee der Offenheit sind. Grund scheinen die bereits etablierten Tätigkeiten in Bezug auf Open Data und Open Government zu sein. Auch wenn Open Educational Resources neu für die Zielgruppe waren, kann das Konzept – so es in einem integrierten Ansatz aufgegriffen wird – sehr erfolgreich werden.
Im Projekt haben wir schnell festgestellt, dass OER spezifisch für den Verwaltungskontext eingeführt werden müssen. Dies umfasst
OER müssen integraler Bestandteil öffentlicher Projekte und öffentlicher Verwaltungen werden. Häufig entstehen in Projekten, aber auch in der täglichen Arbeit großartige Produkte, wie etwa Lernmaterialien. Es wäre sinnvoll, diese auch unter offenen Lizenzen verfügbar zu machen. Weitergehend kann es sinnvoll sein, Arbeiten aus öffentlichem Dienst und Hochschulen ebenfalls offen zu stellen.
Das Forschungsthema OER ist seit Jahren einer unserer Schwerpunkte und wird es auch bleiben. Neue Fragestellungen haben sich in der Projektlaufzeit ergeben: Es hat sich etwa herausgestellt, dass OER-basierte Kooperationen umfassend genutzt und analysiert werden sollten („Open Educational Ideas“).
Zwei Punkte sind hervorzuheben: Die streng nationale Orientierung sollte in einer nächsten Förderlinie aufgegeben werden. Während des Projektes wurde deutlich, dass internationales Interesse an der Arbeit in Deutschland besteht. Dieses sollte in der Zukunft genutzt werden. Ebenso sollte eine stärkere Fokussierung auf forschungsorientierte Projekte erfolgen. Der pragmatische Ansatz der Förderlinie war für einen Auftakt geeignet, die Erfahrungen können aber aufgrund fehlender Forschungsorientierung nicht durchgehend systematisiert und abstrahiert werden.
Dieser Artikel ist Bestandteil der Reihe „Lessons Learned in 5×5 Zeilen“, die zum Abschluss der Projektförderung der OERinfo-Projekte entstanden ist.
Dieser Text steht unter der CC BY 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Jan Pawlowski für ÖWR und Jöran Muuß-Merholz für OERinfo – Informationsstelle OER.
Ziel der OER World Map ist die möglichst umfassende und aktuelle Dokumentation von nationalen und internationalen Akteuren, Projekten und Veranstaltungen zu OER. Wie aber wird ein Eintrag in der OER World Map für das eigene Projekt angelegt? Wir zeigen Tipps und eine Checkliste dazu, die wir aus dem Blog der OER World Map übernommen und angepasst haben.

Was verbindet Service Learning und OER? Eine ganze Menge, davon waren die Initiator*innen von CivicOER – Offene Bildungsressourcen fu?r das Lernen durch Verantwortung in Schule, Hochschule und Zivilgesellschaft überzeugt. Worin die Erkenntnisse aus der Projektlaufzeit bestehen, berichtet Claudia Leitzmann von der Stabsabteilung für Bildungsinnovation und Wissenstransfer der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.


Das OER-Projekt openUP hat mit seinem train-the-trainer-Ansatz Multiplikator*innen an Hochschulen angesprochen und mit dem Service-Netzwerk OER dafür sorgen wollen, dass Open Educational Resources sich an Hochschulen etablieren können. Wie openUP dabei vorgegangen ist, welche Schwierigkeiten auftauchten und wie Nachhaltigkeit gesichert werden kann, erläutert Projektmitarbeiterin Pia Honikel in ihrer Rückschau.