Der Beirat von OERinfo

Sarah-Isabella Behrens

Portraitbild von Sarah Berens, Frau mit dunklen Haaren, weiße Bluse
Sarah-Isabella Behrens, Foto: Valeria Mitelman, nicht unter freier Lizenz

OER und OEP sind kein Selbstzweck, sondern bieten vielversprechende Ansätze, die uns dabei unterstützen, Bildung zu öffnen und zugänglicher zu machen. Insbesondere vor dem Hintergrund sich wandelnder digitaler und technologischer Möglichkeiten, sollte Bildung nicht nur flexibler gedacht, sondern auch gelebt werden. Neben ineinandergreifenden Konzepten, Mut und Menschen, die zeigen, wie die Anwendung von OER und OEP aussehen kann, braucht es jetzt einen nachhaltigen Transfer und Verankerung in der Bildungspraxis durch beispielsweise gezielte Rahmenbedingungen auf Landesebene.

 
Sarah-Isabella Behrens ist Projektmanagerin bei Wikimedia Deutschland e. V. und koordiniert das Bündnis Freie Bildung. Zu ihren Aufgaben zählen die Konzeption und Durchführung von Projekten im Bereich Open Education und Open Science zur Förderung Freien Wissens.


 

Christine Bertram

Portraitfoto von Christine Bertram, Frau mit kurzen dunklen Haaren, bunte Bluse
Christine Bertram, Foto: privat, nicht unter freier Lizenz

Im Programm Erasmus+ sollen Projekte ihre Ergebnisse (z. B. Kurse und Kursmaterialien, Handbücher, Online-Tools, etc), nach Möglichkeit als OER zur Verfügung stellen. Daher hat das Thema OER natürlich enorme Relevanz für unsere Projektträger aber auch für die Kolleg*innen  in der NA beim BIBB.  Wir stellen fest, dass es dauerhaft einen hohen Beratungsbedarf gibt, um das Verständnis rund um OER und deren Nutzung auszubauen.

 
 
 
Christine Bertram ist Leiterin des Teams Erasmus+ Erwachsenenbildung Kooperationsprojekte | EPALE in der Nationalen Agentur beim BIBB. Zuvor war sie Projektleiterin für EPALE Deutschland (2018- Juni 2023) sowie Stakeholder Engagement Lead bei EPALE UK (2017-2018). Sie studierte Business Administration, Europäisches Verwaltungsmanagement, European Public Policy und promovierte in Social Policy (PhD). Nach ihrem Studium arbeitete sie für 13 Jahre in Großbritannien und evaluierte nationale und europäische Programme in den Bereichen Arbeit und Bildung.


 

Richard Heinen

Foto von Richard Heinen, Mann mit grauen Haaren, Brille, dunkles Oberteil
Richard Heinen, Foto: privat, nicht unter freier Lizenz

Lernen ist heute nicht nur das Aneignen von Fachwissen, es geht immer mehr um den Erwerb von dem, was wir 21st century Skills oder Zukunftskompetenzen nennen. Lernmaterialien „von der Stange“ helfen da oft wenig. Lehrkräfte stellen hierfür immer öfter Materialien selbst her, Lernende gestalten mediale Lernprodukte. Diese Arbeitsweise kann OER unterstützen und sichtbar machen.

 

 
 
 

Richard Heinen ist geschäftsführender Gesellschafter der learninglab gGmbH. Er befasst sich seit vielen Jahren mit den Fragen des digitalen Wandels in der Bildung. Dabei erweiterten sich die Schwerpunkte von mediendidaktischen Fragestellungen zu Fragen der systemischen Organisationsentwicklung in der Bildung. Die Nutzung von OER unterstützt er seit 2014 durch die Mitwirkung an Studien, die Entwicklung digitaler Tools und die Information zum Thema im Rahmen der Workshops und Prozessbegleitungen des learninglab. Das learninglab unterstützt Bildungseinrichtungen von der Frühen Bildung über Schule und Hochschule bis zur Erwachsenen- und beruflichen Bildung mit mediendidaktischen Schulungen und Workshops und systemischer Organisationsentwicklung, Coaching und Supervision.


 

Dr. Lars Kilian

Lars Kilian, Portraitbild, Mann mit kurzen braunen Haaren und Brille, blauer Anzug
Dr. Lars Kilian, Foto: privat, nicht unter freier Lizenz

Das mit dem OER-Award ausgezeichnete Portal wb-web bietet OER für Lehrende der Erwachsenen- und Weiterbildung. OER spielt für Lehrende die Erwachsenen- und Weiterbildung bei der Entwicklung und Durchführung von Trainings eine große Rolle, wenngleich die Kultur des Erstellens, Bereitstellens und Teilens und der (Nach-)Nutzung noch nicht in der Breite angekommen ist. Unter anderem organisationale und rechtliche Aspekte sind dafür Gründe. Das DIE versucht nicht nur, mit dem Portal wb-web Kompetenzen für dieses Thema bei den Stakeholdern auszubauen und den OER-Spirit in der Community zu verbreiten.

 
Dr. Lars Kilian ist seit 2019 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen e.V. (DIE) und Redaktionsleiter des Internetportals wb-web. Er studierte in Erfurt Erziehungswissenschaften auf Diplom und Lehramt an Grundschulen. Außerdem war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Helmut-Schmidt-Universität/Universität der Bundeswehr und der TU Kaiserslautern.


 

Frank Maier

Portrait Frank Maier, Mann mit kurzen, dunkelblonden Haare, schwarzes Hemd
Frank Maier, Foto: privat, nicht unter freier Lizenz

OER spielen eine entscheidende Rolle im Bildungsbereich und für die Gesellschaft insgesamt. Der Austausch und das Teilen von Wissen fördert neue Lehr- und Lernmethoden und begünstigt die Anpassungsfähigkeit des Unterrichts an individuelle Bedürfnisse von SchülerInnen. Zudem ermöglichen OER eine breitere Zugänglichkeit auf qualitativ hochwertigen Content, der unabhängig von den finanziellen Verhältnissen oder seinem geografischen Standort jederzeit genutzt werden kann.

 

Frank Maier ist Projektleiter für die ländergemeinsame Bildungsmedieninfrastruktur SODIX, die offene Bildungsmediathek MUNDO sowie das Webportal „HubbS“ beim gemeinnützigen Institut für Film und Bild in Wissenschaft und Unterricht – FWU. Er blickt auf eine zwanzigjährige Erfahrung in der Medienbranche zurück und beschäftigt sich seitdem mit digitalen Produkten, Prozessen und Web-Anwendungen. Zuvor war er als Managing Director der Webedia Gaming GmbH und als Geschäftsführer der GameStar GmbH tätig. In beiden Positionen war er sowohl für das operative Tagesgeschäft als auch das digitale Produktmanagement verantwortlich.


 

Dr. Wolfgang Müskens

Portraitbild von Wolfgang Müskens, Mann mit kurzen, weißen Haaren und Brille, schwarze Jacke
PD Dr. Wolfgang Müskens, Foto: privat, nicht unter freier Lizenz

Im Hochschulbereich bieten OER die Grundlage für eine stärkere Zusammenarbeit von Lehrenden. Lehrmaterialien können kollaborativ entwickelt, überarbeitet, angepasst und erprobt werden. Hochschullehrende können dadurch von den Erfahrungen ihrer Fachkolleg:innen profitieren. Aufwändige Visualisierungen und sogar interaktive Simulationen lassen sich gemeinsam entwickeln und nutzen. Open Educational Practices (OEP) bilden somit im Hochschulbereich die Grundlage für eine digitale Anreicherung der Lehre. Voraussetzung für den Einsatz von OER […] ist aber eine wirkungsvolle Qualitätssicherung der Materialien. Hier spielen neben didaktischen und technischen Aspekten auch fachinhaltliche Qualitätskriterien eine bedeutsame Rolle. Die Qualitätssicherung sollte daher auch Verfahren wie die kollaborative Entwicklung von OER oder Peer-Reviews umfassen.

PD Dr. Wolfgang Müskens ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät I (Bildungs- und Sozialwissenschaften) der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und seit 2017 wissenschaftlicher Leiter des hiesigen PLAR-Services (Prior Learning and Recognition), der an zahlreichen Forschungs- und Entwicklungsprojekten zur Anrechnung beruflicher Kompetenzen auf Hochschulstudiengänge beteiligt ist. Seit 2018 arbeitet Wolfgang Müskens auch im Center für Open Education Research (COER) und wirkt an mehreren Projekten zur Digitalisierung des Lehrens und Lernens an Hochschulen mit. Seine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind die Gestaltung durchlässiger Bildungsangebote, die Erfassung und Modellierung von Kompetenzen und die Qualitätssicherung von OER. Dr. Müskens studierte Psychologie an den Universitäten Düsseldorf und Koblenz-Landau und promovierte im Bereich der Persönlichkeitsforschung. 2019 habilitierte er im Fach Erziehungswissenschaften mit dem Schwerpunkt „Lebenslanges Lernen / Weiterbildung“.


 

Dr. Dominic Orr

Dominik Orr, Mann mit Glatze und Brille, anthrazitfarbener Anzug, Rednerpult
Dr. Dominik Orr, Foto: privat, nicht unter freier Lizenz

OER sollte nicht etwas sein, worüber wir uns freuen, sondern ein Grundprinzip für alle Lernmaterialien – insbesondere im digitalen Zeitalter.

 

 

 
 

Dr. Dominic Orr ist außerordentlicher Professor für Bildungsmanagement an der Universität Nova Gorica (Slowenien) und Leiter der Produkt- und Technologieabteilung für die globale digitale Lernplattform der deutschen Entwicklungszusammenarbeit atingi.org mit über 700 Tausend Lernenden. Durch seine Arbeit verfolgt und gestaltet er Bildungsreformen. Im Jahr 2020 wurde eine von ihm mitverfasste Publikation über die Zukunft der Hochschulbildung im Jahr 2030 bei Springer veröffentlicht. Er hat zu wichtigen OER-Arbeiten der OECD und der UNESCO beigetragen und war u.a. als Berater für die Weltbank tätig.


 

Ellen Pflaum

Portaitfoto von Ellen Pflaum, Frau mit hellbraunen, langen Haaren zum Pferdeschwanz geknotet, Brille, Schal, graues Oberteil
Ellen Pflaum, Foto: privat, nicht unter freier Lizenz

OER fördern in meinen Augen die Chancengleichheit an Hochschulen. Qualitativ hochwertige Bildungsmaterialien stehen offen und frei zur Verfügung, sodass die finanzielle Belastung für Studierende verringert, aber auch der Zugang vereinfacht wird. OER ermöglichen offene Bildungsprozesse, indem sie neue Perspektiven eröffnen, andere Standpunkte in die Lehrveranstaltungen integrieren oder Praxiserfahrungen zugänglich machen. Oft sind digitale offene Lernmaterialen auch ein Ausgangspunkt für kreative und innovative Bildungspraktiken, in denen Studierende und Lehrende gemeinsam kooperativ […] an der (Weiter-)entwicklung von OER arbeiten.

Ellen Pflaum ist seit 2018 Teamleiterin der Hamburg Open Online University (HHOU) an der HAW Hamburg und arbeitet als mediendidaktische Beraterin. Zudem hat sie 2022 die Kommissarische Leitung der Arbeitsstelle Studium und Didaktik übernommen. Nach dem Masterstudium in Medien und Bildung an der Universität Rostock und ihrer wissenschaftlichen Mitarbeit an der Hochschule Stralsund war sie ein Jahr lang als Projektentwicklerin des Studiengangs Europäisches Tourismusmanagement an der Best-Sabel-Hochschule Berlin tätig. Darüber hinaus arbeitete sie als E-Learning-Expertin bei Cisha GmbH und  Konzernpersonalentwicklerin in der Altenpflege mit Schwerpunkt e-Learning.


 

Dr. Jennifer Schneider

Bild von Jennifer , Frau mit langen blonden Haaren, buntes Oberteil und weiße Hose
Jennifer Schneider, Foto: privat, nicht unter freier Lizenz

Open Educational Resources sind von entscheidender Bedeutung für die berufliche Bildung, da sie die Grundlagen für chancengerechte und nachhaltige Bildung legen und gleichzeitig die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) der UNESCO vorantreiben. OER ermöglichen einen barrierefreien Zugang zu hochwertigen Lehr- und Lernmaterialien und tragen somit zur Fairness in der beruflichen Bildung bei. Darüber hinaus fördern sie die effiziente Nutzung von Ressourcen und die Anpassung von Bildungsinhalten an aktuelle Bedürfnisse, was zur Verbesserung der Qualität sowie der Förderung formeller und informeller Bildung heterogener Gruppen beitragen. Insgesamt sind OER ein unverzichtbares Instrument, um eine inklusive und gerechte Bildungsgesellschaft zu schaffen und die globalen Bemühungen zur Erreichung einer Kultur des Teilens zu unterstützen.

Dr. Jennifer Schneider ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Postcoc) in den Bereichen Wirtschaftspädagogik und Evaluationsforschung an der Universität Paderborn. Hierbei ist sie u.A. für das Projektmanagement nationaler und internationaler Projekten sowie die anschließende Evaluation,  die Betreuung von Abschlussarbeiten, das Aufbereiten und Analysieren von Daten sowie Auswerten von Statistiken (insb. Mixed-Methods Forschungsmethoden) zuständig. Zu ihren Forschungs- und Aufgabenschwerpunkten zählen Open Educational Resources, Berufsbildungsforschung, Evaluation und Digitalisierung. Dr. Schneider studierte Wirtschaftswissenschaften mit den Schwerpunkten Management und Marketing und promovierte im Fach Wirtschaftspädagogik. In ihrer Doktorarbeit beschäftigte sie sich mit Open Educational Resources in der beruflichen Bildungslandschaft.


 

Mandy Schütze

Portraitfoto von Mandy Schütze, Frau mit kurzen, dunkel-melierten Haaren, Brille, große Halskette, grünes Oberteil
Mandy Schütze, Foto: Privat, genutzt unter CC BY-SA 4.0, Reduzierung der Größe vom Original

OER ermöglichen es Lehrkräften, Bildungsmaterialien an die spezifischen Bedürfnisse ihrer Schülerinnen und Schüler anzupassen. Die  Materialien können modifiziert, aktualisiert und erweitert werden, um den Lernprozess zu verbessern und auf aktuelle Entwicklungen einzugehen. Die Idee hinter OER ist es, Bildungsinhalte offen zu teilen und gemeinsam zu entwickeln – dafür bieten wir als ZUM eine Reihe von Plattformen an. Dies fördert die Zusammenarbeit zwischen Pädagog*innen über Bundelandgrenzen hinweg, was zu einer breiten Vielfalt an Materialien führt.

 
 
Mandy Schütze ist Lehrerin und Oberstudienrätin am Gymnasium Gerabronn (Geo/Ethik) und seit November 2015 1. Vorsitzende des ZUM Internet e.V., für ZUM im Bündnis freie Bildung. Sie studierte Geographie/Ethik auf Lehramt für Gymnasium in Dresden und absolvierte 2009 das 2. Staatsexamen nach dem Referendariat in Leipzig. Von 2000 bis 2006 war sie im Arbeitskreis Ethik der TU Dresden tätig, wo sie am Start des Blogs und der Wiki-Arbeit beteiligt war. Neben ihrer Lehrtätigkeit übernimmt Mandy Schütze einige weitere Aufgaben an der Schule wie Pressearbeit, Schülerzeitung, Jahrbuch, Team Fair-Trade-Schule, Koordinierung mit Fair-Trade-Stadt und Kleidertauschpartys. Seit September 2022 ist sie außerdem Stadträtin im Gemeinderat Gerabronn.


 

Sophie Westphal

Portraitfoto von Sophie Westphal, Frau mit langen, braunen Haaren, schwarzer Blazer, rostfarbene Bluse
Sophie Westphal, Foto: privat, nicht unter freier Lizenz

OER bieten die Chance, aktuelles, wissenschaftlich fundiertes Fachwissen multiplizierbar und dem wissbegierigen aber leider chronisch unterfinanzierten Bereich der frühen Bildung verfügbar zu machen – und das ohne Sorge um Urheberrechtsverletzungen.

 
 
 
 

Sophie Westphal ist Standortleitung beim Internationalen Zentrum für Professionalisierung der Elementarpädagogik (Zentrum PEP) in Berlin. Dort leitet sie diverse Projekte im Bereich der (digitalen) Qualifizierung von pädagogischen Fachkräften in Deutschland und Österreich. Sie forscht außerdem zu Nutzer*innenverhalten und Lernen in der digitalen Fort- und Weiterbildung.