„Kann denn nicht ein einziges Mal jemand an die Lernenden denken?!“

Ein Meinungsbeitrag von jOERan Muuß-Merholz

Das Helen Lovejoy Syndrom von OER, Foto: Jöran Muuß-Merholz, CC BY 4.0.

OER befindet sich auf dem Weg in den Mainstream. Was könnte noch schief gehen? Eine Antwort lautet: Es könnte sein, dass wir die Lernenden aus dem Blick verlieren. Eine Kernidee des „Open“ droht verloren zu gehen, warnt in seiner Kolumne jOERan Muuß-Merholz.

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Recentering Open: Critical and global perspectives – Der Call for Proposals zur #OER19 ist offen

CfP OER19, Foto: Sonja Borski, CC BY 4.0

Die jährliche Konferenz zu Open Education Forschung, Praxis und Policy #OER19 findet vom 10. bis 11. April 2019 an der National University of Ireland in Galway statt. Die #OER19 wird unter dem Motto „Recentering Open: Critical and global perspectives“ stehen. Der Call zur Einreichung von Beiträgen ist eröffnet und endet am 1. Dezember 2018.

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Die Open-Bewegungen – Openness als Mittel zum Zweck, besserer Zugang zu Informationen und Wissen als gemeinsames Ziel

Erin McKiernan im Interview für OERinfo bei der Konferenz OEglobal 2018


Was verbindet und was trennt die Open Bewegungen zu Open Science, Open Data, Open Access und Open Education? Über das Verbindende und die Herausforderungen im Hinblick auf das gemeinsame Ziel, nämlich einen besseren Zugang zu Information und Wissen zu ermöglichen, spricht Erin McKiernan im Interview für OER bei der Konferenz OEglobal, die vom 24. bis 26.4.2018 in Delft stattfand.

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ÖWR – OERinfo – Lessons Learned in 5×5 Zeilen

Fragen von OERinfo an Jan Pawlowski von der Hochschule Ruhr West

Foto, CC0
Foto, CC0

Dass OER und Verwaltungen gut zusammen passen, ist die feste Überzeugung von Jan Pawlowski, der als Professor an der Hochschule Ruhr West arbeitet. Mit dem Projekt Offene Wissensressourcen im öffentlichen Sektor (ÖWR) sollten öffentliche Verwaltungen für OER sensibilisiert werden und Interessierte sich vernetzen können. Welche Erkenntnisse er aus dem Projektverlauf gewonnen hat, schildert Jan Pawlowski für OERinfo.

Jan Pawlowski. Foto von Blanche Fabri (Ausschnitt), CC BY 4.0
Jan Pawlowski. Foto von Blanche Fabri (Ausschnitt), CC BY 4.0
Das Projekt ÖWR war ein Verbundprojekt der Hochschule Ruhr-West Bottrop und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim. Ziel war es, öffentliche Verwaltungen für OER zu sensibilisieren und durch Schulungen und Workshops praktische Erfahrungen zu ermöglichen.

Wenn Sie auf die Projektzeit zurückblicken, was würden Sie dann sagen…

Was war für Sie ein unerwartetes, überraschendes Ergebnis?

Unsere Zielgruppe waren öffentliche Verwaltungen. Es war überraschend, wie aufgeschlossen öffentliche Verwaltungen für die Idee der Offenheit sind. Grund scheinen die bereits etablierten Tätigkeiten in Bezug auf Open Data und Open Government zu sein. Auch wenn Open Educational Resources neu für die Zielgruppe waren, kann das Konzept – so es in einem integrierten Ansatz aufgegriffen wird – sehr erfolgreich werden.

Was war eine Maßnahme Ihrer Arbeit, die besonders spezifisch auf Ihre Zielgruppe (welche?) zugeschnitten war?

Im Projekt haben wir schnell festgestellt, dass OER spezifisch für den Verwaltungskontext eingeführt werden müssen. Dies umfasst

  • Einbindung in eine Gesamtstrategie zu Open Data, Open Government, Open Education
  • Anpassung der Terminologie: Offene Wissensressourcen statt OER, da OER oft mit grundständiger Bildung gleichgesetzt wird
  • Schaffung von konkreten Anknüpfungspunkten: Lösung von Problemen, z.B. durch demographischen Wandel (Wissenserhalt)

Was fehlt? Was müsste es in Deutschland geben, um die OER-Landschaft deutlich zu verbessern? (Und warum?)

OER müssen integraler Bestandteil öffentlicher Projekte und öffentlicher Verwaltungen werden. Häufig entstehen in Projekten, aber auch in der täglichen Arbeit großartige Produkte, wie etwa Lernmaterialien. Es wäre sinnvoll, diese auch unter offenen Lizenzen verfügbar zu machen. Weitergehend kann es sinnvoll sein, Arbeiten aus öffentlichem Dienst und Hochschulen ebenfalls offen zu stellen.

Werden Sie als Projektbeteiligte*r sich auch nach der Förderung noch mit dem Thema OER beschäftigen? In welcher Weise?

Das Forschungsthema OER ist seit Jahren einer unserer Schwerpunkte und wird es auch bleiben. Neue Fragestellungen haben sich in der Projektlaufzeit ergeben: Es hat sich etwa herausgestellt, dass OER-basierte Kooperationen umfassend genutzt und analysiert werden sollten („Open Educational Ideas“).

Welche Zielsetzung sollte eine zukünftige Förderlinie anvisieren? Für welche Anschlussprojekte würden sich Projektträger wiederbewerben um auf jetzt vorhandenem Wissen aufzubauen?

Zwei Punkte sind hervorzuheben: Die streng nationale Orientierung sollte in einer nächsten Förderlinie aufgegeben werden. Während des Projektes wurde deutlich, dass internationales Interesse an der Arbeit in Deutschland besteht. Dieses sollte in der Zukunft genutzt werden. Ebenso sollte eine stärkere Fokussierung auf forschungsorientierte Projekte erfolgen. Der pragmatische Ansatz der Förderlinie war für einen Auftakt geeignet, die Erfahrungen können aber aufgrund fehlender Forschungsorientierung nicht durchgehend systematisiert und abstrahiert werden.


Dieser Artikel ist Bestandteil der Reihe „Lessons Learned in 5×5 Zeilen“, die zum Abschluss der Projektförderung der OERinfo-Projekte entstanden ist.

Creative Commons LizenzvertragDieser Text steht unter der CC BY 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Jan Pawlowski für ÖWR und Jöran Muuß-Merholz für OERinfo – Informationsstelle OER.

Nachhaltige Geschäftsmodelle zu Open Education an Hochschulen – Martin Weller zu den Ergebnissen der OOFAT-Studie

Martin Weller im Interview für OERinfo bei der Konferenz #OER18

Die von Martin Weller und Dominic Orr gemeinsam erarbeitete Studie „Models for online, open, flexible and technology enhanced higher education across the globe – a comparative analysis“ (kurz: OOFAT-Studie), die im April 2018 veröffentlicht wurde, untersucht, welche Voraussetzungen es für nachhaltige Geschäftsmodelle für Open Education an Hochschulen braucht. Im Interview für OERinfo gibt Martin Weller einen Überblick der Ergebnisse

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OER054: OER und die Notwendigkeit neuer Ansätze in der Organisations- und Institutionenentwicklung

Thomas Köhler von der TU Dresden im Podcast-Interview

Foto: Gabi Fahrenkrog, CC BY 4.0.

Wie war das, als das Thema Open Educational Resources (OER) von Seiten der Wissenschaftsinstitutionen und der Kultusministerkonferenz (KMK) aufgegriffen wurde? Wo steht OER in Deutschland heute und welche Auswirkungen hat die Debatte um den Platz von OER im Bildungssystem? Thomas Köhler von der TU Dresden gibt Auskunft zu diesen Fragen im Podcast zugehOERt.

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OER053: Inhalte frei zur Verfügung stellen reicht nicht, um OER erfolgreich zu machen.

Der Open-Advokat Alek Tarkowski im Gespräch über Policy Making und Erfolgsfaktoren für OER

Foto: Sebastiaan ter Burg, CC0.

Alek Tarkowski aus Polen will die Kultur des „Open“ in die Bildungssysteme bringen. Dafür hat er sich zunächst in Polen, später auch auf europäischer Ebene in den Prozess der Regulierung von Bildungsangeboten durch die politische Akteure (policy-making) eingebracht. Im Podcast erzählt er von Erfolgserlebnissen aber auch von den Herausforderungen, die er bei seiner Arbeit erlebt.
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OER052: Slide Wiki: OER für das am meisten unterschätzte Format für offene Bildungsmaterialien – die Präsentationsfolien

Roy Meissner vom Projekt SlideWiki, Uni Leipzig im Podcast-Interview

Podcast SlideWiki. Foto: Simon Hrubesch, CC BY 4.0.

SlideWiki ist ein mulitnationales Forschungsprojekt, aus dem die OER-Plattform SlideWiki hervorgegangen ist. Dort können Präsentationen als freie Bildungsmaterialien hochgeladen und präsentiert werden. Im Podcast erzählt der an der Entwicklung des Projekts beteiligte Informatiker Roy Meissner, warum Slide Wiki auch ein Inklusionsprojekt ist und was wir in Zukunft vom Projekt erwarten können.

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