Die Ausweitung der OER-Community. Oder: Die nächste Gruppe ist nicht wie Wir.

Ein Meinungsbeitrag von jOERan Muuß-Merholz

OERcamp 2018 Nord. Foto: Chris Dies, CC BY 4.0.

Ich schreibe diesen Beitrag kurz nach dem vierten von vier #OERcamps in 2018. In Hamburg waren wieder viele sehr engagierte, sehr interessierte, sehr motivierte Menschen zusammengekommen, um miteinander und voneinander zu OER zu lernen und „die Sache voranzutreiben“, wie es jemand sagte. Es gibt ein gewisses „Wir“-Gefühl, und es ist oft von „der Community“ die Rede. Das klingt gut – und das ist gut! Gleichzeitig mache ich mir Gedanken, was in den nächsten Jahren nach diesem „Wir“ kommen wird – und ob das etwas ganz anderes sein wird, als wir es vielleicht annehmen.

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„Ein bisschen open“ geht nicht! Oder doch? Was die Offenheits-Fundamentalisten übersehen…

Ein Meinungsbeitrag von jOERan Muuß-Merholz

Foto von Christopher Dies unter der Lizenz CC BY 4.0
Foto von Christopher Dies unter der Lizenz CC BY 4.0

„Das ist aber nicht wirklich offen!“ lautet ein Vorwurf, der in der Open-Community häufig erhoben wird. Das stimmt, wenn ein Material gar keine freie Lizenz trägt oder die Bearbeitung nicht erlaubt ist. Trotzdem muss man mit dem Vorwurf „nicht wirklich offen“ vorsichtig sein, warnt Jöran Muuß-Merholz in unserer Reihe von Meinungsbeiträgen. Die einseitige Argumentation blende die Perspektive der Lernenden aus. Außerdem können wir von der Verbreitung witziger Katzenfotos lernen, wo die wichtigste Grenze der Offenheit verläuft.

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Kontrollverlust ist bei OER keine Nebenwirkung, sondern Sinn der Sache. Oder: „Es ist mir egal, aber“

Ein Meinungsbeitrag von jOERan Muuß-Merholz

Der Moment, kurz bevor die Unberechenbarkeit beginnt. Lizenz CC0 von asim alnamat via pexels.com
Der Moment, kurz bevor die Unberechenbarkeit beginnt (Foto CC 0 | von asim alnamat | via pexels.com

Freie Lizenzen sind das Skelett von OER. Wenige Menschen finden Lizenzfragen besonders sexy, aber sie bilden das essentielle Gerüst, an dem Open Educational Resources aufgehängt sind. Umso bedenklicher ist es, wenn selbst zentrale Akteure der Open-Szene eine der Grundideen von freien Lizenzen verkennen – so wie es kürzlich bei Wikimedia oder Pixabay zu beobachten war.

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„OER fördert Lobby-Material“ – ein Mythos!

Ein Meinungsbeitrag von jOERan Muuß-Merholz

Staatliche Zentralstelle zur Prüfung von Unterrichtsmaterialien
Grafik „Staatliche Zentralstelle zur Prüfung von Unterrichtsmaterialien“ von Hannah Birr unter CC BY 4.0

„OER bietet Lobbyisten ein Einfallstor, durch das sie ihre manipulativen Materialien in die Schulen und damit in die Köpfe bringen!“ So lautet ein verbreitetes Argument in der Debatte um Open Educational Resources. Die folgerichtige Forderung: Vor so einer Gefahr müssen Lehrer*innen und Schüler*innen geschützt werden!
Doch diese Argumentation beruht auf einer falschen Grundannahme und bildet konsequent fortgeführt sogar eine Gefährdung unserer Demokratie, argumentiert Jöran Muuß-Merholz in diesem Meinungsbeitrag.

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Offen ist, was Zugang schafft! Oder: Warum Google Docs für OER wichtiger als Libre Office ist

Ein Meinungsbeitrag von jOERan Muuß-Merholz

Foto „OPEⓃ“ von Jöran Muuß-Merholz unter CC BY 4.0
Foto „OPEⓃ“ von Jöran Muuß-Merholz unter CC BY 4.0

Wer wahres OER erschaffen will, der darf nicht auf proprietäre Software und geschlossene Standards aufbauen. Microsoft Office und .doc-Dateien sind böse – Libre Office und die OpenDocument-Formate sind gut – soweit die Meinung von Hardcore-OER-Evangelisten. Doch diese Haltung ist kontraproduktiv. Sie sorgt nicht für mehr, sondern für weniger Offenheit.
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