OER ist Thema im Bundestag – Antrag „Digitale Bildung“ von SPD, CDU/CSU

der Antragstext bei Google Docs
der Antragstext bei Google Docs

Durch Stärkung der Digitalen Bildung Medienkompetenz fördern und digitale Spaltung überwinden“ ist der Titel eines Antrags der Regierungsfraktionen CDU/CSU und SPD an den Deutschen Bundestag. Die (erste) Beratung steht für den Vormittag des 26.03.2015 auf der Tagesordnung des Parlaments. Der Antrag sammelt verschiedene Ansatzpunkte, um das Thema „Digitale Bildung“ stärker in die Schulen zu bringen, darunter mehrere Forderungen zu OER.

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OER001: Die Rolle von Politik und Administration für OER in der Hochschule

 Jöran Muuß-Merholz, Regierungsdirektor Tobias Möller-Walsdorf und Dr. Dominic Orr bei der Aufzeichnung, Foto von  Jens Panienski unter CC BY 4.0
Jöran Muuß-Merholz, Regierungsdirektor Tobias Möller-Walsdorf und Dr. Dominic Orr bei der Aufzeichnung, Foto von Jens Panienski unter CC BY 4.0

Podcast mit Tobias Möller-Walsdorf (Wissenschaftsministerium Niedersachsen) und Dr. Dominic Orr (OECD)

„Wir sind davon überzeugt, dass OER einen großen Beitrag zur Innovation von Lehren und Lernen leisten kann.” Dr. Dominic Orr von der OECD sieht die Entwicklung in Deutschland durchaus positiv. Er und Tobias Möller-Walsdorf vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur diskutieren mit Jöran Muuß-Merholz über OER aus der Sicht der Politik und Administration an der Hochschule. Möller-Walsdorf erkennt ebenfalls viel Potential in OER – auch wenn er kritisch bleibt. „Aus meiner Einschätzung heraus wurde im e-Learning-Bereich viel versucht, obwohl die Technik noch nicht so weit war. Heute stellt sich die Frage des Teilens von Lehr-Lern-Content anders als vor zehn Jahren.“ Und Orr erwidert: „Jetzt geht es in der Debatte nicht mehr um OER als Technologie, sondern um OER als Verbesserung des Lernens und Lehrens.“  Weiterlesen >

Positionspapier zu OER aus der Zivilgesellschaft

Positionspapier zu OER –Download als pdf
Positionspapier zu OER (pdf)

Das 2014 initiierte Bündnis Freie Bildung hat ein Positionspapier „Der Weg zur Stärkung freier Bildungsmaterialien“ (pdf) veröffentlicht. Darin fordern mehrere zivilgesellschaftliche Akteure eine politische Maßnahmen zur Förderung von OER in Deutschland.

Aus dem Inhaltsverzeichnis des 12-seitigen Papiers:

  • OER sind ein Mittel zur gerechten und partizipativen Bildung
  • Bekenntnis zu OER auf allen bildungspolitischen Ebenen
  • Vision: Rahmenbedingungen und Strukturen zur Förderung von OER schaffen
  • Praxis: Erstellung und Nutzung von OER

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OER ist Thema im Landtag von Nordrhein-Westfalen

Expertenanhörung zur schulischen Ausbau der Mediennutzung

Nachdem es im Ausschusses für Schule und Weiterbildung des Landtags von NRW bereits am 13.3.2013 eine Experten-Anhörung zum Antrag „Freie Lernmaterialien fördern!“ gegeben hatte, war das Thema am 24.9.2014 wieder Thema im Landtag. Obwohl das Thema OER nicht im Titel der Anhörung stand, bezogen sich fast alle Experten darauf. Weiterlesen >

Privatschulen positionieren sich zu OER

Die Privatschulen in Deutschland haben durch den VDP eine Stellungnahme zugunsten von OER (Open Educational Resources) abgegeben. Der VDP ist der Verband Deutscher Privatschulverbände e.V., der die Interessen zahlreicher Bildungseinrichtungen in freier Trägerschaft vertritt . Am 20.3.2014 veröffentlichte der VDP ein Positionspapier zur Strategie „Digitale Bildung“ der Bundesregierung (2014)Weiterlesen >

„Bündnis Freie Bildung“ gründet sich und kritisiert „Digitale Agenda“

„Alle Bildungsmaterialien sind ohne rechtliche und technische Hürden nutzbar.“ So lautet die Vision, die das Bündnis Freie Bildung (BFB) verfolgt, das sich im Sommer 2014 in Deutschland gegründet hat. Das BFB ist eine Initiative von Creative Commons, der Open Knowledge Foundation Deutschland und Wikimedia Deutschland zur Förderung Freier Bildungsmaterialien. Aus dem Mission Statement des BFB:

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Neue OER-Forschungsarbeiten der OECD

Ergänzung zum Whitepaper 2014, Kapitel 3, Gruppe A: Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)

Die OECD arbeitet weiterhin zum Thema OER – und zwar in diesen zwei Projekten:

A. 2013-2015: „Researching Evidence for OER“

In einem aktuellen Projekt „The Evidence Base on OERs“ wird die Wirksamkeit von Open Educational Resources untersucht. Das Ganze ist Teil des Arbeitsfelds „Innovation Strategy for Education and Training“ der OECD.

Das Projekt soll auf eine unten vorgestellte Befragung aufbauen und die im Zusammenhang mit OER versprochenen Vorteile in ökonomischer, sozialer, pädagogischer und innovativer Hinsicht untersuchen (Quelle aus 2013).

Prof. Fred Mulder hält für den Projektabschluss in 2015 eine Empfehlung der OECD für OER für möglich (S. 29 dieser Präsentation seines Berliner Vortrags vom 3.4.2014).

B. 2011-2012: Was macht welches Land in Sachen OER?

Die OECD hat 2011/12 die OER-Policies von 28 Ländern erfragt. Die Ergebnisse sind hier zusammengefasst: Hylén, J. et al. (2012), “Open Educational Resources: Analysis of Responses to the OECD Country Questionnaire”, OECD Education Working Papers, No. 76, OECD Publishing. http://dx.doi.org/10.1787/5k990rjhvtlv-en

23 von 28 Ländern nannten eigene Aktivitäten im Bereich OER. Deutschland zeichnete sich durch besondere Zurückhaltung aus und wird als einziges Land gelistet, das für das Thema OER auch in der Zukunft keinen besonderen Stellenwert erkennt (S. 8):

Germany has raised a number of fundamental objections to the idea of OER. They question whether a lack of digital content prevents learning, particularly in the case of people with low qualifications, and whether well-educated people will benefit the most from OER. Furthermore, they ask if there are any sustainable business models for OER and suggest that there are questions of standards, quality, technical interoperability, and legal questions concerning copyright that have not yet been solved. The issue of copyright is widely discussed in Germany in reference to the ongoing Open Access debate.
[…]
Germany was the only country who responded that the OER issue is not expected to become a policy priority in the near future. They also stated that they do not consider a lack of learning material in digital format (especially in English) to be one of the major problems in education; therefore, the potential benefit of OER in Germany is not highly rated.
Thus, only one country out of 28 does not expect OER issues to be a policy priority in the near future.


Creative Commons LizenzvertragDer Text steht unter der CC BY 4.0-Lizenz.Der Name des Autors soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Jöran Muuß-Merholz für www.open-educational-resources.de – Transferstelle für OER.