OER024: OER als Treiber von Innovation – der OECD-Report zu OER 2015

Dr. Dominic Orr, Foto von Jöran Muuß-Merholz unter CC BY 4.0
Dr. Dominic Orr, Foto von Jöran Muuß-Merholz unter CC BY 4.0

Podcast mit Dr. Dominic Orr, Senior policy analyst for OER, OECD

Am 1.12.2015 ist die neue Studie der OECD zu OER erschienen (wir berichteten). Nur einen Tag später war Dr. Dominic Orr, Autor der Studie, zu Gast in unserer Podcast-Reihe zugehOERt.

Orr hat für die Studie OER-Praxisprojekte und OER-Policies auf der ganzen Welt unter die Lupe genommen. Im Gespräch mit Jöran Muuß-Merholz berichtet er von den interessantesten Beispielen und den neuesten Entwicklungen zu OER auf globaler Ebene. Außerdem gibt er einen Einblick hinter die Kulissen der OECD: Wie kommt so eine Studie eigentlich zustande und wer wirkt daran mit?



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Neue OECD-Studie zu OER: "Open Educational Resources – A Catalyst for Innovation"

Cover der neuen OECD-Studie zu OER
Cover der neuen OECD-Studie zu OER

Die OECD veröffentlicht heute eine neue Studie zum Thema Open Educational Resources. Sie attestiert OER die Rolle eines „Treibers für Innovation“ im Bildungsbereich. Zu den Autoren gehört Dr. Dominic Orr, der in der ersten Episode unseres Podcasts zugehOERt zu Gast war.

Schon 2007 hatte der erste OECD-Report „Giving Knowledge for Free. The Emergence of Open Educational Resources“ der Diskussion einen deutlichen Auftrieb gegeben. Insofern darf man davon ausgehen, dass die neue OECD-Studie selbst ein Treiber für OER im Bildungsbereich sein kann.

Die Studie kann im Volltext in der OECD iLibrary oder hier bei uns heruntergeladen werden. Weiterlesen >

Veranstaltung zu OER in Weiterbildung und Hochschule am 4.5.2015 (mit Livestream)

Einladung zur OER-Veranstaltung in Berlin am 4.5.2015 (Screenshot)
Einladung zur Veranstaltung in Berlin am 4.5.2015 (Screenshot)

Einladung nach Berlin (oder in den Livestream): Am 4. Mai 2015 wird dort über Open Educational Resources (OER) in Hochschule und Weiterbildung diskutiert. Anlass sind zwei neue Whitepaper zu diesen Feldern für Deutschland, die Jöran Muuß-Merholz vorstellt. Anschließend wird Dr. Dominic Orr, der für die OECD einen umfangreichen Bericht zu OER erarbeitet hat, eine internationale Einordnung vornehmen. Abschließend werden Orr und Muuß-Merholz mit Dr. Sandra Hofhues von der Zeppelin Universität und dem Publikum diskutieren.

Die Eckdaten

Aus der Einladung zur OER-Veranstaltung in Berlin am 4.5.2015 (PDF):

Die Beteiligten

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Neue OER-Forschungsarbeiten der OECD

Ergänzung zum Whitepaper 2014, Kapitel 3, Gruppe A: Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)

Die OECD arbeitet weiterhin zum Thema OER – und zwar in diesen zwei Projekten:

A. 2013-2015: „Researching Evidence for OER“

In einem aktuellen Projekt „The Evidence Base on OERs“ wird die Wirksamkeit von Open Educational Resources untersucht. Das Ganze ist Teil des Arbeitsfelds „Innovation Strategy for Education and Training“ der OECD.

Das Projekt soll auf eine unten vorgestellte Befragung aufbauen und die im Zusammenhang mit OER versprochenen Vorteile in ökonomischer, sozialer, pädagogischer und innovativer Hinsicht untersuchen (Quelle aus 2013).

Prof. Fred Mulder hält für den Projektabschluss in 2015 eine Empfehlung der OECD für OER für möglich (S. 29 dieser Präsentation seines Berliner Vortrags vom 3.4.2014).

B. 2011-2012: Was macht welches Land in Sachen OER?

Die OECD hat 2011/12 die OER-Policies von 28 Ländern erfragt. Die Ergebnisse sind hier zusammengefasst: Hylén, J. et al. (2012), “Open Educational Resources: Analysis of Responses to the OECD Country Questionnaire”, OECD Education Working Papers, No. 76, OECD Publishing. http://dx.doi.org/10.1787/5k990rjhvtlv-en

23 von 28 Ländern nannten eigene Aktivitäten im Bereich OER. Deutschland zeichnete sich durch besondere Zurückhaltung aus und wird als einziges Land gelistet, das für das Thema OER auch in der Zukunft keinen besonderen Stellenwert erkennt (S. 8):

Germany has raised a number of fundamental objections to the idea of OER. They question whether a lack of digital content prevents learning, particularly in the case of people with low qualifications, and whether well-educated people will benefit the most from OER. Furthermore, they ask if there are any sustainable business models for OER and suggest that there are questions of standards, quality, technical interoperability, and legal questions concerning copyright that have not yet been solved. The issue of copyright is widely discussed in Germany in reference to the ongoing Open Access debate.
[…]
Germany was the only country who responded that the OER issue is not expected to become a policy priority in the near future. They also stated that they do not consider a lack of learning material in digital format (especially in English) to be one of the major problems in education; therefore, the potential benefit of OER in Germany is not highly rated.
Thus, only one country out of 28 does not expect OER issues to be a policy priority in the near future.


Creative Commons LizenzvertragDer Text steht unter der CC BY 4.0-Lizenz.Der Name des Autors soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Jöran Muuß-Merholz für www.open-educational-resources.de – Transferstelle für OER.