„Wohin mit meinen selbst erstellten Materialien?“ – OER im Bereich Berufliche Bildung teilen

Open, Foto: LBM1948, CC BY-SA 4.0.

Auch wenn das seit einigen Jahren von vielen Akteurinnen und Akteuren der Berufsbildung gefordert wird – ein zentrales deutschsprachiges Repositorium für OER für Lehrende, Ausbilder und Auszubildende in der Berufsbildung existiert aktuell noch nicht. Branchenspezifische Wikis und weitere Autorentools und Plattformen bieten jedoch die Möglichkeit bestehende Inhalte zu erweitern oder selbst erstellte Materialien zu verbreiten.

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Industrie 4.0 erklärt für Facharbeitende, als OER! – Interview mit OpenDigiMedia zur neuen Lernplattform

Startseite des Projekts opendigimedia, Screenshot nicht unter freier Lizenz

Mit dem Angebot OpenDigiMedia wird eine Zielgruppe angesprochen, der bisher noch selten mit OER erreicht wird: Facharbeitende in der Produktion. Themen sind digitale Transformation und ihre Auswirkungen auf kleine und mittlere Unternehmen in der Produktion. Mit dem Fokus auf Industrie 4.0 ist das Angebot auch interessant für Lehrende aus der beruflichen und der Erwachsenenbildung. Auf der Plattform finden sich strukturierte Online-Kurse aber auch einzelne OER. OERinfo hat mit dem Projektteam gesprochen.

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Bildung für nachhaltige Entwicklung durch Open Educational Resources: Die senseBox

Open Educational Resources (OER) unterstützen das globale Nachhaltigkeitsziel SDG4, inklusive, chancengerechte und qualitativ hochwertige Bildung für alle zu ermöglichen. Wie diese These in der Praxis umgesetzt werden kann, wurde am Beispiel der senseBox, einem Do-it-yourself Bausatz für Umweltmessstationen, im Makerspace bei der Konferenz re:publica19 in Berlin greifbar.

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SkillsCommons.org – OER für die berufliche Weiterbildung

Screenshot SkillsCommons, nicht unter freier Lizenz

Die Mission der US-amerikanischen Plattform SkillsCommons ist es, die Demokratisierung der Bildung für alle durch offene Bildungsdienste und -ressourcen zu beschleunigen und es Einzelpersonen, Bildungseinrichtungen, Organisationen und Unternehmen zu ermöglichen, sich auf die Herausforderungen einer Beschäftigung im 21. Jahrhundert vorzubereiten.

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Über „Offene Bildungspraxis“ in den Austausch treten – Der Fachtag OER

Logo Digital und teilbar: Offene Bildungspraxis | EPALE, Grafik nicht unter freier Lizenz

Am 5. April 2019 laden EPALE Deutschland, OERInfo und Wikimedia Deutschland e. V. zum Fachtag OER nach Bonn ein. Menschen aus der Erwachsenen-, Berufs- und Weiterbildung, die mehr über offene Bildungspraktiken und Materialien erfahren möchten sind eingeladen, am Fachtag OER teilzunehmen.

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Durch OER Zusammenarbeit von Betrieb und Berufsschule fördern – Bildung und Beratung in der Landwirtschaft

OER erklärt, Skizze: Martin Putzlocher, CC0.

Bisher sind OER in der beruflichen Aus- und Weiterbildung noch wenig bekannt. Dabei sind sie für die Berufsbildung durchaus interessant. Die Arbeit mit OER kann die Zusammenarbeit zwischen Betrieb und Berufsschule verbessern, indem OER-Lernmaterialien geteilt und an die jeweiligen Bedürfnisse angepasst oder weiterentwickelt werden. Auch die Einbeziehung der Auszubildenden bei der Erstellung der freien Materialien kann die Motivation im Unterricht erhöhen.

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Synergien schaffen: Open Educational Resources (OER) und Open Access in der Berufsbildung gemeinsam vorantreiben

Karin Langenkamp, Christian Woll und Susanne Grimm, Foto: Arne Schambeck (BIBB), nicht unter freier Lizenz

Am 22./23.10.2018 fand am Wissenschaftszentrum (WZB) in Bonn die 3. Programmtagung im Modellversuchsförderschwerpunkt „Berufsbildung für eine nachhaltige Entwicklung 2015 – 2019“ statt. Auf der Tagung wurden die Teilnehmenden über Open Educational Resources und Open Access informiert und hatten die Gelegenheit, sich über Fragen und über eigene Erfahrungen zu beiden Themen auszutauschen. Von der Tagung berichten Susanne Grimm, Christian Woll und Karin Langenkamp vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

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OER managen

Qualität sichern

Neben urheberrechtlichen Fragestellungen ist das Thema Qualitätssicherung offener Bildungsmaterialien mit das meist diskutierte Thema in diesem Kontext. Die Diskussion ist behaftet von der Sorge, die Qualität offener Bildungsmaterialien könne nicht gewährleistet sein. Wie heißt es so schön: „Was nichts kostet, ist auch nichts wert“.

Sicherlich gibt es, wie bei traditionell proprietären Verlagsmedien, qualitative Unterschiede auch bei offenen Bildungsmaterialien. Bisher gibt es keine übergeordnete Instanz, die offene Bildungsmaterialien prüft oder ein OER-Siegel vergibt, auch wenn dies von vielen Seiten gefordert wird. Wer jedoch, wenn nicht Sie als Bildungspraktiker, könnte besser beurteilen, ob:

  • die Lehrplan- / Ausbildungsrahmenplankonformität zusätzlicher Materialien vorliegt,
  • Inhalte und Zusammenhänge korrekt dargestellt und aktuell sind,
  • das vorliegende Material didaktisch sinnvoll aufgebaut ist,
  • sich das Medium zur Integration in Ihren Unterricht / Ihre Ausbildung eignet und
  • dem Lernniveau Ihrer Schüler*innen / Auszubildenden angepasst ist.

Mit OERCHECK hat Nele Hirsch für das eBildungslabor ein Tool zur Qualitätsentwicklung von OER erstellt, das auf den Ergebnissen eines Workshops für die werkstatt.bpb auf dem OERcamp 2017 in Berlin basiert. Es handelt sich dabei um eine Checkliste mit 12 Kriterien, die auf die Nachnutzbarkeit und Anpassbarkeit offener Bildungsmaterialien abzielen und sowohl auf fremdes, eigenes Material und die Weiterentwicklung bestehenden Materials anwendbar ist. Die Checkliste liegt im H5p-Format vor und ist aufgrund des offenen Formates weiter bearbeitbar.

Sichtbarkeit erhöhen

Die Sichtbarkeit Ihrer Materialien wird durch die Verwendung von Creative Commons Lizenzhinweisen in Verbindung mit der zusätzlichen Angabe von Metadaten erhöht.

Suchmaschinen, Meta-Suchmaschinen, Datenbanken und Tools, die bei der Suche nach OER unterstützen sollen, wie in Kapitel OER finden aufgelistet, greifen auf die Maschinenlesbarkeit von Creative Commons Lizenzen zurück. Suchmaschinen können die Informationen zu den Creative Commons Lizenzen automatisch verarbeiten, wenn diese im Quelltext von Webseiten entsprechend hinterlegt sind.

Der CC-Lizenzgeber hilft auch dabei. Durch die Beantwortung zweier simpler Fragen wird der HTML-Code zum Lizenzhinweis automatisch generiert. Dieser kann anschließend für unterschiedliche Medienformen per copy & paste in das eigene Material integriert werden. Um maschinenlesbare Metadaten in das HTML zu integrieren und so die Auffindbarkeit Ihrer Materialien zu steigern können Sie im Abschnitt „Helfen Sie anderen, die Namensnennung korrekt vorzunehmen!“ genauere Hinweise zu Titel, Name des Urhebers und URL des Werkes machen, diese Hinweise werden dann wiederum automatisch in den Lizenzhinweis übertragen. Um nicht-digitale Werke oder Videos und andere Medienformate zu kennzeichnen, klicken Sie im selben Panel unter den Auswahlmöglichkeiten im Feld Lizenzkennzeichnung auf Offline. Dadurch öffnet sich ein weiteres, bis dahin verstecktes Panel. Entsprechende Links führen Sie u.a. zu herunterladbaren Lizenzgrafiken.

Erstellung einer OER-Policy

Die Ausarbeitung und Veröffentlichung einer Open-Policy kann dazu beitragen, eine Kultur des Teilens innerhalb einer Einrichtung zu etablieren. Für die Erstellung einer OER-Policy wurde das OER Policy Development Tool entwickelt, das Entscheidungsträger bei der Entwicklung einer institutionellen OER-Policy oder bei der Integration dieser Komponenten in eine bestehende institutionelle Open-Policy unterstützt.

Das OER Policy Development Tool basiert auf einer Vielzahl bestehender OER-Policies. Durch die Kombination einzelner Komponenten ist es möglich eine individuelle und an die jeweilige Institution angepasste OER-Policy zu entwerfen.

 

Creative Commons LizenzvertragDieser Text steht unter der CC BY 4.0-Lizenz. Der Name der Urheberin soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Susanne Grimm, Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), für OERinfo – Informationsstelle OER.