Leuchtende Beispiele: Best Practices für OER in der Schulpraxis

“Creative Commons 10th Birthday Celebration San Francisco” by tvol, CC BY 2.0.

Eine Vielzahl von Best Practices für Open Educational Resources (OER) in der Schule zeigen, dass frei verfügbare Bildungsmaterialien auch im Alltag der Lehrenden und Lernenden angekommen sind. Bei OERinfo ist eine Zusammenstellung von Best Practices für alle Praktiker*innen in der Schule zu finden.

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ÖWR – OERinfo – Lessons Learned in 5×5 Zeilen

Fragen von OERinfo an Jan Pawlowski von der Hochschule Ruhr West

Foto, CC0
Foto, CC0

Dass OER und Verwaltungen gut zusammen passen, ist die feste Überzeugung von Jan Pawlowski, der als Professor an der Hochschule Ruhr West arbeitet. Mit dem Projekt Offene Wissensressourcen im öffentlichen Sektor (ÖWR) sollten öffentliche Verwaltungen für OER sensibilisiert werden und Interessierte sich vernetzen können. Welche Erkenntnisse er aus dem Projektverlauf gewonnen hat, schildert Jan Pawlowski für OERinfo.

Jan Pawlowski. Foto von Blanche Fabri (Ausschnitt), CC BY 4.0
Jan Pawlowski. Foto von Blanche Fabri (Ausschnitt), CC BY 4.0
Das Projekt ÖWR war ein Verbundprojekt der Hochschule Ruhr-West Bottrop und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim. Ziel war es, öffentliche Verwaltungen für OER zu sensibilisieren und durch Schulungen und Workshops praktische Erfahrungen zu ermöglichen.

Wenn Sie auf die Projektzeit zurückblicken, was würden Sie dann sagen…

Was war für Sie ein unerwartetes, überraschendes Ergebnis?

Unsere Zielgruppe waren öffentliche Verwaltungen. Es war überraschend, wie aufgeschlossen öffentliche Verwaltungen für die Idee der Offenheit sind. Grund scheinen die bereits etablierten Tätigkeiten in Bezug auf Open Data und Open Government zu sein. Auch wenn Open Educational Resources neu für die Zielgruppe waren, kann das Konzept – so es in einem integrierten Ansatz aufgegriffen wird – sehr erfolgreich werden.

Was war eine Maßnahme Ihrer Arbeit, die besonders spezifisch auf Ihre Zielgruppe (welche?) zugeschnitten war?

Im Projekt haben wir schnell festgestellt, dass OER spezifisch für den Verwaltungskontext eingeführt werden müssen. Dies umfasst

  • Einbindung in eine Gesamtstrategie zu Open Data, Open Government, Open Education
  • Anpassung der Terminologie: Offene Wissensressourcen statt OER, da OER oft mit grundständiger Bildung gleichgesetzt wird
  • Schaffung von konkreten Anknüpfungspunkten: Lösung von Problemen, z.B. durch demographischen Wandel (Wissenserhalt)

Was fehlt? Was müsste es in Deutschland geben, um die OER-Landschaft deutlich zu verbessern? (Und warum?)

OER müssen integraler Bestandteil öffentlicher Projekte und öffentlicher Verwaltungen werden. Häufig entstehen in Projekten, aber auch in der täglichen Arbeit großartige Produkte, wie etwa Lernmaterialien. Es wäre sinnvoll, diese auch unter offenen Lizenzen verfügbar zu machen. Weitergehend kann es sinnvoll sein, Arbeiten aus öffentlichem Dienst und Hochschulen ebenfalls offen zu stellen.

Werden Sie als Projektbeteiligte*r sich auch nach der Förderung noch mit dem Thema OER beschäftigen? In welcher Weise?

Das Forschungsthema OER ist seit Jahren einer unserer Schwerpunkte und wird es auch bleiben. Neue Fragestellungen haben sich in der Projektlaufzeit ergeben: Es hat sich etwa herausgestellt, dass OER-basierte Kooperationen umfassend genutzt und analysiert werden sollten („Open Educational Ideas“).

Welche Zielsetzung sollte eine zukünftige Förderlinie anvisieren? Für welche Anschlussprojekte würden sich Projektträger wiederbewerben um auf jetzt vorhandenem Wissen aufzubauen?

Zwei Punkte sind hervorzuheben: Die streng nationale Orientierung sollte in einer nächsten Förderlinie aufgegeben werden. Während des Projektes wurde deutlich, dass internationales Interesse an der Arbeit in Deutschland besteht. Dieses sollte in der Zukunft genutzt werden. Ebenso sollte eine stärkere Fokussierung auf forschungsorientierte Projekte erfolgen. Der pragmatische Ansatz der Förderlinie war für einen Auftakt geeignet, die Erfahrungen können aber aufgrund fehlender Forschungsorientierung nicht durchgehend systematisiert und abstrahiert werden.


Dieser Artikel ist Bestandteil der Reihe „Lessons Learned in 5×5 Zeilen“, die zum Abschluss der Projektförderung der OERinfo-Projekte entstanden ist.

Creative Commons LizenzvertragDieser Text steht unter der CC BY 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Jan Pawlowski für ÖWR und Jöran Muuß-Merholz für OERinfo – Informationsstelle OER.

Tipps zur idealen Projektdokumentation auf der OER World Map

„The open control room“ by OER World Map, CC BY 4.0

Ziel der OER World Map ist die möglichst umfassende und aktuelle Dokumentation von nationalen und internationalen Akteuren, Projekten und Veranstaltungen zu OER. Wie aber wird ein Eintrag in der OER World Map für das eigene Projekt angelegt? Wir zeigen Tipps und eine Checkliste dazu, die wir aus dem Blog der OER World Map übernommen und angepasst haben.

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civicOER – OERinfo – Lessons Learned in 5×5 Zeilen

Fragen von OERinfo an Claudia Leitzmann (Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt)

Grafik, CC0
Foto, CC0

Was verbindet Service Learning und OER? Eine ganze Menge, davon waren die Initiator*innen von CivicOER – Offene Bildungsressourcen für das Lernen durch Verantwortung in Schule, Hochschule und Zivilgesellschaft überzeugt. Worin die Erkenntnisse aus der Projektlaufzeit bestehen, berichtet Claudia Leitzmann von der Stabsabteilung für Bildungsinnovation und Wissenstransfer der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt.

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openUP – OERinfo – Lessons Learned in 5×5 Zeilen

Fragen von OERinfo an Pia Honikel zum OER-Projekt openUP

Screenshot, nicht unter freier Lizenz.
Screenshot, nicht unter freier Lizenz.

Das OER-Projekt openUP hat mit seinem train-the-trainer-Ansatz Multiplikator*innen an Hochschulen angesprochen und mit dem Service-Netzwerk OER dafür sorgen wollen, dass Open Educational Resources sich an Hochschulen etablieren können. Wie openUP dabei vorgegangen ist, welche Schwierigkeiten auftauchten und wie Nachhaltigkeit gesichert werden kann, erläutert Projektmitarbeiterin Pia Honikel in ihrer Rückschau.

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OER054: OER und die Notwendigkeit neuer Ansätze in der Organisations- und Institutionenentwicklung

Thomas Köhler von der TU Dresden im Podcast-Interview

Foto: Gabi Fahrenkrog, CC BY 4.0.

Wie war das, als das Thema Open Educational Resources (OER) von Seiten der Wissenschaftsinstitutionen und der Kultusministerkonferenz (KMK) aufgegriffen wurde? Wo steht OER in Deutschland heute und welche Auswirkungen hat die Debatte um den Platz von OER im Bildungssystem? Thomas Köhler von der TU Dresden gibt Auskunft zu diesen Fragen im Podcast zugehOERt.

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Die besten OER-Weisheiten 2018

Die Ergebnisse zum Kreativwettbewerb der #OERcamps sind da.

„Herz“, Foto: Melanie Kolkmann, CC BY 4.0.

Mehr als 100 OER-Weisheiten wurden bei den OERcamps 2018 in die Welt gesetzt – gelegt als Kühlschrankmagneten. Die besten von ihnen wurden von einer Jury bei vier OERcamps ausgezeichnet. Und die OERinfo-Leser*innen haben nun über die allerbesten davon abgestimmt. Hier kommen die Top-3-OER-Weisheiten 2018.

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Mainstreaming OER – OERinfo – Lessons Learned in 5×5 Zeilen

Fragen von OERinfo an Bettina Waffner vom OER-Projekt Mainstreaming OER

Das Foto steht unter der Lizenz CC BY 4.0. Als Urheber soll Tilman Vogler für OERde17 genannt werden. Bei einer Weiterverwendung muss der Titel des Bildes nicht angegeben werden.
Das Foto steht unter der Lizenz CC BY 4.0. Als Urheber soll Tilman Vogler für OERde17 genannt werden. Bei einer Weiterverwendung muss der Titel des Bildes nicht angegeben werden.

Das BMBF-geförderte Projekt Mainstreaming OER widmete sich der Sensibilisierung und Schulung von Multiplikator*innen. Die Projektleiterin Bettina Waffner beantwortet für OERinfo zum Ende der Projektlaufzeit Fragen nach ihrem Erkenntnisgewinn.

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Das City Tech OpenLab – Eine offene gemeinsame Plattform für die Campusse der City University of New York

Amanda Almond, Jill Belli und Jeremy Seto (CUNY) im Interview für OERinfo bei der Konferenz #OEglobal18

Ein Ort zum Lernen, Arbeiten und Teilen: Das OpenLab der City University of New York (CUNY) ist eine digitale Open-Source-Plattform, auf der sich Studierende, Dozent*innen und Mitarbeitende treffen können, um zu lernen, zu arbeiten und ihre Ideen auszutauschen. Für wen und zu welchem Zweck diese Plattform entwickelt wurde und welche Möglichkeiten sie den Nutzer*innen bietet, darüber sprechen Amanda Almond, Jill Belli und Jeremy Seto im Interview.

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