Podcast mit Monika Fischer und Nadine Pollmeier, Bertelsmann Stiftung
„Wir machen ein Webportal auf, sammeln Material, arbeiten das auf – schon hat man ein chefkoch.de für die Weiterbildung.“ Monika Fischer und Nadine Pollmeier von der Bertelsmann Stiftung sprechen über ihr Projekt wb-web.de, eine Sammlung für „Kochrezepte” für die Weiterbildung, zur Erstellung von Kursen, geeignetem Material und vielem mehr – alles unter freier Lizenz, also als Open Educational Resources (OER).
Der Start ist zum Anfang des Jahres 2016 geplant. Die Entwicklung erfolgt gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Erwachsenenbildung – Leibnitz Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE). Weiterlesen >
Wir laden alle, die Open Educational Resources machen und diskutieren wollen, für den 4. bis 6. September 2015 nach Berlin ein!
OER wird 2015 zum Mainstream-Thema. Gleichzeitig gibt es in diesem Jahr keine große OER-Konferenz in Deutschland. Insofern erscheint es uns konsequent, dass wir mit dem #OERcamp 2015 unter das Dach des EduCamps gehen, das am ersten September-Wochenende in Berlin stattfindet. Dabei wird es nicht nur unser BarCamp zu OER geben, sondern eine Reihe von teilweise international besetzten Workshops rund um Open Educational Resources. Weiterlesen >
Ulf-Daniel Ehlers, Jan Neumann, Jöran Muuß-Merholz, Foto nicht unter freier Lizenz
Podcast mit Prof. Dr. Ulf-Daniel Ehlers und Jan Neumann
Qualitätssicherung gilt gemeinhin als die größte Herausforderung für OER. Allerdings ist häufig gar nicht klar, was damit gemeint ist. Was bedeutet das eigentlich, „Qualität“? – „Qualität ist das, was funktioniert. Und ob es funktioniert, ist aus jeder Perspektive anders zu bewerten”, sagt Prof. Dr. Ulf-Daniel Ehlers, Vizepräsident für Qualität und Lehre an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Ehlers diskutierte Themen wie Open Education und Qualitätssicherung bereits auf internationaler Ebene, als das Thema in Deutschland noch so gut wie gar nicht bekannt war. Er sieht als größeren Rahmen die Herausforderung, die etablierten Bildungsinstitutionen von geschlossenen in offene Einrichtungen zu entwickeln. Hierbei sei die Qualität von Bildungsressourcen ein sehr wichtiges Thema. Weiterlesen >
Podium zu OER in Berlin (Screenshot aus dem Video unten)
Wie steht es 2015 um Open Educational Resources (OER) in den Bereichen Schule und Hochschule in Deutschland? Welche weiteren Entwicklungen sind in nächster Zukunft vorstellbar, wünschenswert oder zu befürchten?
Diese Fragen wurden am 4.5.2015 in Berlin diskutiert (Ankündigung und Details). Wir dokumentieren die Veranstaltung, zu der es einen Livestream und und eine Videoaufzeichnung (unten) gab, zusätzlich als Podcast.
Jöran Muuß-Merholz, Anika Lampe, André Nagel und Tim Schmalfeldt, Foto von Nicole Lauersdorf unter CC BY 4.0
Podcast mit André Nagel und Tim Schmalfeldt von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) sowie Jöran Muuß-Merholz (pb21.de)
„Die politische Bildung ist für OER wie ein Experimentierbereich – und die bpb ist dabei ein Labor im Labor,” freut sich Jöran Muuß-Merholz. Im zehnten Podcast der zugehOERt!-Reihe nimmt er nicht als Moderator, sondern als Experte zu OER in politischen Bildung an der Diskussion teil. Die Medienpädagogin Anika Lampe rückt daher für eine Folge auf den Moderationsstuhl. Die politische Bildung ist in der Weiterbildung nur ein schmales Feld, aber für OER von besonderer Bedeutung. Muuß-Merholz erklärt: „Das Selbstverständnis ist ein anderes. Es geht nicht ums Geld Verdienen, sondern darum, das Material möglichst so weit zu verbreiten, wie es geht.” Da das Ganze zu fast 100% auf öffentliche Gelder aufsetzt, liegt eine freie Lizensierung in der politischen Bildung näher als in anderen Bildungsbereichen. Weiterlesen >
Dr. Sandra Schön, Foto von Werner Moser | Salzburg Research 2014 unter CC BY 3.0. DE
Podcast mit Dr. Sandra Schön, Senior Researcher bei Salzburg Research
„Ich bin als Pädagogin eine latente Weltverbesserin – und da gehört der Zugang zu freiem Wissen einfach dazu,” sagt Dr. Sandra Schön. Sie ist Forscherin bei Salzburg Research und eine der Initiatoren von L3T, dem Lehrbuch für Lernen und Lehren mit Technologien. L3T gilt gemeimhin als das Vorzeigeprojekt zu OER im Hochschulbereich.
In der Diskussion um OER sieht Sandra Schön nicht nur die Debatte einer Filterbubble, sondern einen größeren Trend. Sie hofft auf politische Unterstützung als Katalysator. Öffentliche Einrichtungen sollten ihrer Meinung nach auch Material erstellen, das der Allgemeinheit zugute kommt: „Wenn ich die Brille als Steuerzahlerin aufsetze, muss ich sagen: Wenn jemand in einer öffentlichen Einrichtung arbeitet und von meinen Steuermitteln bezahlt wird, da erwarte ich, dass der auch etwas macht, was der Allgemeinheit zugute kommt.” Sie kann sich gut vorstellen, dass es bei Projektförderungen zum Standard wird, dass erarbeitete Inhalte als OER veröffentlicht werden müssen. Und nicht nur das: „Der übernächste Schritt könnte sein: ‘Wenn Sie ein Projekt bei uns machen wollen, dann ist die Auflage aber, dass Sie auf OER zurückgreifen, das es schon gibt.’” Weiterlesen >
wir haben zwei neue Whitepaper zu OER. Selbstverständlich unter freier Lizenz, kostenlos zum Download als pdf oder für den E-Book-Reader als epub. Und wer daraus kopieren möchte, bekommt auch eine editierbare Datei als odt /docx dazu.
Bei der Aufnahme: Hedwig Seipel und Jochen Robes, Foto von Jöran Muuß-Merholz unter CC BY 4.0
Podcast mit Dr. Jochen Robes (Berater Corporate Learning) und Hedwig Seipel (E-Learning, Marketing, Coaching)
Hedwig Seipel ist sich sicher: „Ich denke, dass die die Chancen für OER in der unternehmerischen Weiterbildung stark an Geschäftsmodelle geknüpft sind.” Als Coach für E-Learning und Marketing hat sie sich auch mit Open Educational Ressources beschäftigt. Dabei geht sie davon aus, dass die meisten Trainer ihr Material selbst erstellen. Weiterlesen >
Philosophieren mit Anja C. Wagner und Markus Deimann, Foto von Jöran Muuß-Merholz unter CC BY 4.0
Podcast mit Dr. Anja C. Wagner FrolleinFlow / ununi.TV und Dr. Markus Deimann, FernUniversität in Hagen
„OER ist ein Signalbegriff: Wir haben jetzt im digitalen Zeitalter eine Errungenschaft erzielt, mit der wir zeitgemäß lernen können.” Für Dr. Markus Deimann von der FernUniversität in Hagen sind die Ressourcen und Artefakte aus dem Internet und deren Aufarbeitung ein Teil des Bildungsprozesses.
Auch Dr. Anja C. Wagner von ununi.TV meint, OER seien oftmals nicht um der Bildung willen eingesetzt, sondern Teil der Marketingstrategie. Sie kritisiert, dass im aktuellen System der Hochschulen kaum freie Bildungsressourcen entstehen können. „Es gibt nur wenig Initiative aus Hochschulen heraus, sich so neu aufzustellen, dass es uns allen nützt – und nicht nur ihnen selbst.” Dabei sei OER selbst kein Kampfbegriff, es ginge nicht nur um didaktisch abgerundete Einheiten, man müsse sie deutlich prozessorientierter entwickeln. Weiterlesen >