Wie OER in die Hochschul-Praxis kommt: Recap Barcamp TriebfedOERn 3.0

Das Barcamp TriebfedOERn 3.0 in der Jugendherberge Mannheim brachte 17 Teilnehmende zusammen, die sich zu OER, KI, offenen Wissenskulturen und didaktischen Fragen austauschten. Besonders sichtbar wurde dabei die Breite des Feldes: Im Gespräch waren Professor*innen, Mitarbeitende aus Supporteinheiten, Projektmitarbeitende sowie Personen aus weiteren Bereichen der Förderung von OER. Diese unterschiedlichen Perspektiven prägten den Tag und sorgten dafür, dass Fragen aus Lehre, Beratung, Projektarbeit und struktureller Entwicklung immer wieder zusammenliefen.

Menschen mit Laptops am Tisch sitzend
Gesprächsrunde beim Barcamp TriebfedOERn 3.0. Bild: Ombrella, nicht unter freier Lizenz

Ein Beitrag von Sonja Philipp

Themen, die die Community beschäftigen

Schon bei der Sessionplanung zeigte sich, wie viele unterschiedliche Themen die Teilgebenden im Bereich OER beschäftigen. Es ging um die Erstellung und Nachnutzung offener Materialien, KI als Querschnittsthema, Lizenzierungsfragen, Unterstützungsstrukturen, Prüfungsformate und um den Umgang mit offenen Wissensbeständen.

Die Sessions

Beispielhaft dafür stand die Session „Bilder/Lizenzen/Formate“. Dort wurden Fragen rund um Lizenzmodelle, Bildquellen, Quellenangaben und geeignete Formate für OER aufgegriffen. Im Mittelpunkt standen unter anderem unterschiedliche Creative-Commons-Lizenzen, weitere Lizenzformen und der Umgang mit KI-generierten Bildern. Auch Überlegungen zu Formaten und Werkzeugen wie Präsentationen, Markdown, H5P, Jupyter Notebooks oder LaTeX fanden hier Platz.

Auch die Session „OER und/oder Wikipedia“ lässt sich als Beispiel für die Bandbreite der Diskussionen nennen. Hier ging es um Wikipedia als Wissensquelle, als kollaborative Arbeitsumgebung und als möglichen Bezugspunkt für Lehre und Prüfungen. Zur Sprache kamen dabei Fragen der Zitierfähigkeit und der Nachvollziehbarkeit von Änderungen. Außerdem sprachen wir über das Verhältnis von Wikipedia zu anderen Formen der Wissensaneignung, etwa zu KI-Systemen oder wissenschaftlichen Publikationen.

Ein weiteres Beispiel war „Heiter scheitern – Don’ts and Do’s in OER-Projekten“. Dort wurden Erfahrungen aus Projekten gesammelt, in denen Vorhaben an Lizenzfragen, Werkzeugentscheidungen, formalen Anforderungen oder an der praktischen Umsetzbarkeit ins Stocken geraten waren. Daran knüpften Fragen an, wie früh OER in Projekten mitgedacht werden müssen und die Rolle von Infrastrukturen, Standards und Arbeitsprozessen.

Daneben wurden in weiteren Sessions unter anderem das Verhältnis von Tempo, Qualität und nachhaltiger Nachnutzbarkeit von OER, OER in Verbindung mit KI, OER-Support, Infos für Jurymitglieder, OER als Prüfungsform, Content Clubs sowie ein möglicher OER-Kodex im Zusammenhang mit DFG und KI diskutiert.

So zeigte das Barcamp TriebfedOERn 3.0, wie vielfältig die aktuellen Gespräche rund um OER sind. Neben Materialien und Lizenzen rückten auch Arbeitsweisen, Infrastrukturen, Zuständigkeiten und didaktische Fragen in den Blick. Die Zusammensetzung der Teilnehmenden machte es möglich, diese Themen aus verschiedenen Richtungen zusammenzuführen und weiterzudenken.

Dokumentation

Durchgeführt wurde TriebfedOERn 3.0 durch das BMBFSFJ-geförderte Projekt Ombrella an der DHBW Mosbach. Die gesamte Dokumentation ist unter CC BY 4.0 lizenziert und hier abrufbar: https://bwsyncandshare.kit.edu/s/A4Fnst5RcQeSJeK

 

Creative Commons LizenzvertragDieser Text steht unter der CC BY 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Sonja Philipp, DHBW Mosbach für OERinfo – Die Informationsstelle OER

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