In der ersten Verfahrensstufe der OER-Förderrichtlinie (OE_Struktur) im Rahmen der OER-Strategie des BMBF sind dem DLR Projektträger noch bis spätestens 01. März 2024 zunächst Projektskizzen vorzulegen. Mit der Abwicklung der Fördermaßnahme hat das BMBF den DLR Proketträger beauftragt. Die fachlichen Ansprechpartner Daniela Bickler und Nina Grüter sind per Telefon und E-Mail zu erreichen. In den bisherigen Beratungsgesprächen wurden bereits zentrale Fragen gestellt, die der DLR-PT im Folgenden in Form eines FAQ zur OE_Struktur beantwortet.
Seit 2012 ist das #OERcamp DAS Treffen der deutschsprachigen Community rund um Open Educational Resources und digitale, offene, zeitgemäße Bildung.Nun steht das Programm 2024 fest! Die Teilnehmenden und Teilgebenden erwartet ein buntes Programm: An Tag 1 finden neun knapp 4-stündige Intensiv-Workshops zu je einem Schwerpunkt statt. Diese werden von Kooperationspartner*innen auf die Beine gestellt. An Tag 2 folgt das bewährte Barcamp mit vielen Sessions und an Tag 3 lädt das Team vom #OERcamp dann zur gemeinsamen Community-Beratschlagung ein. Das komplette Programm mit ausführlichen Beschreibungen zu den Workshops gibt es auf der OERcamp-Seite.
Programm #OERcamp 2024, Grafik: Angela Kanroll (via canva.com), nicht unter freier Lizenz
Ein Beitrag von Jöran Muuß-Merholz und Angela Karnoll
Wir haben mit OERcamp-Gründer Jöran Muuß-Merholz über das diesjährige Programm gesprochen:
Wie habt ihr das Programm bestimmt? Welche Kriterien waren euch wichtig?
Beim OERcamp ist die wichtigste Idee: Es geht um Themen aus der Community, für die Community. Als Gastgeber*innen bieten wir dafür verschiedene Programmstrukturen als verlässlichen Rahmen an. Der größte Teil ist das ganztägige Barcamp am zweiten Tag. An Tag 1 gibt es vorab geplante Workshops, dieses Jahr fast vier Stunden lang, so dass man sich vertieft einem Schwerpunkt widmen kann. Hier war uns wichtig, dass wir Angebote für verschiedene Bildungsbereiche und unterschiedliche Vorkenntnisse, also für alle etwas dabei haben. Es gibt auch eigene Einführungen für Schule, für Hochschule und für Erwachsenenbildung, um die Hürden niedrig zu halten.
Was unterscheidet das diesjährige Programm von den Jahren davor?
Es gibt zwei besondere Neuerungen:
1. Wir haben viel gemeinsamen Austausch und gemeinsame Planung im Programm. Dazu gehört insbesondere die Community-Beratschlagung am dritten Tag, mit den neuen Formaten „Ich brauche da mal Eure Einschätzung …“ und „Wer braucht was für gute OER-Arbeit?“ Letzteres ist eine interaktiv-kreative Methode, inspiriert vom Design Thinking, die das großartige Tandem Nele Hirsch und Matthias Kostrzewa anleiten werden.
2. Es werden vor Ort viele Videos erstellt, von schnellen und experimentellen Social Media-Formaten bis zu professionellen Studiovideos. Dahinter steht das Ziel, dass die Dokumentation des OERcamps für größere Kreise und auch längerfristiger hilfreich sein soll. OER-Akteure können zum Beispiel ihre Arbeiten, Materialien und Angebote nicht nur in einer Session vor Ort vorstellen und zur Mitarbeit einladen, sondern zusätzlich so etwas wie eine „Video-Visitenkarte“ mit uns aufnehmen, die sie auch über die Veranstaltung hinaus weitergeben können.
Auf welchen Programmpunkt freut ihr euch am meisten?
Natürlich auf alles, und natürlich auf die vielen Gespräche mit Heiß- und Kaltgetränken. Im Team sind wir außerdem besonders auf die beiden Abendprogramme gespannt! Dort werden wir an Tag 1 gemeinsam mit dem Bündnis freie Bildung über die Zukunft von OER in Deutschland diskutieren und an Tag 2 mit Nele Hirschs ebildungslabor eine gemeinsame Hauruck-Aktion in Richtung Mastodon und Fediverse unternehmen. Details folgen im Februar auf unserer Website https://www.oercamp.de/24/
Wir sprechen mit Arne Klauke, Projektleiter des MINT-Campus, über das Angebot der Lernplattform sowie offene und außerschulische Bildung im MINT-Sektor. Neben kostenlosen und frei zugänglichen Materialien, die fachliche Grundlagen zu MINT-Themen vermitteln, stehen MINT-Koordinatoren und allen Interessierten Lernangebote zu Projekt- und Netzwerkarbeit als auch MINT-Didaktik zur Verfügung. Getragen wird das Projekt von der matrix gGmbH, dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V. und der Stiftung Kinder Forschen.
Am 29.11. 2023 erhielt der Zertifikatskurs „Forschungsdatenmanagement für Studierende“ den Landeslehrpreis Brandenburg für exzellente Hochschullehre. Der Kurs ist ein Gemeinschaftsprojekt der Fachhochschule Potsdam, der Universität Potsdam und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg. OERinfo hat mit den Hauptveranstwortlichen des Projekts Dr. rer. nat. Heike Neuroth, Fachhochschule Potsdam, Dr. Daniela Mertzen, Universität Potsdam, und Dr. Jens Mittelbach, Brandenburgische Technische Universität Cottbus, gesprochen. Weiterlesen >
Das Lehrnetzwerk Niederdeutsch vermitteln (LeNie) möchte die interuniversitäre Lehre und Lehrkräfteausbildung im Fach Niederdeutsch fördern und dem digitalen Zeitalter anpassen. Hierzu sollen im Netzwerk in fünf Expert*innengruppen OER erstellt und ausgetauscht werden, um das lokale Hochschulangebot zu diversifizieren.
Eine der Lizenzkategorien bei Creative Commons sind Lizenzen mit ND-Modul. Hiernach dürfen Personen das lizenzierte Material nur in unveränderter Form verwenden und vor allem teilen. Für OER sind CC-Lizenzen mit ND-Modul ungeeignet. Warum das so ist und wie sich übliche Bedenken gegenüber ND entkräften lassen, erklärt der folgende Text.
Im Zuge der digitalen Transformation sehen sich Hochschulen der Herausforderung gegenüber, auch im Bereich der Hochschullehre mit der fortschreitenden Digitalisierung mitzuhalten und nicht nur moderne digitale Lehr- und Lernformen, sondern verstärkt auch freie Lehr- und Lernressourcen einzusetzen. Um die Nutzung und Verbreitung freier Lehr- und Lernmaterialien an niedersächsischen Hochschulen zu untersuchen und Maßnahmen für eine breitere Akzeptanz von OER zu definieren, hat der twillo-Projektverbund eine Untersuchung an Zentralen Einrichtungen niedersächsischer Hochschulen durchgeführt.
Seit dem öffentlichkeitswirksamen Start des KI-Tools ChatGPT im November 2022 und angesichts der rasanten Entwicklungen im Bereich Generativer Künstlicher Intelligenz ist eine weltweite Diskussion über den Umgang mit KI-Technologien im Bildungsbereich aufgekommen. In vielfältigen Formaten wird aktuell rege über Chancen und Potenziale, aber auch über Risiken und Herausforderungen von Künstlicher Intelligenz für das Lehren und Lernen gesprochen. So ist die Bedeutung von Künstlicher Intelligenz für den Bereich der Open Educational Resources ein zuletzt häufiger diskutiertes Thema. Zum einen bietet die Nutzung von KI Vorteile, etwa bei der Suche, Erstellung oder Verbreitung offener Bildungsmaterialien. Zum anderen birgt sie aber auch Fragen und Herausforderungen, z.B. aus einer rechtlichen oder ethischen Perspektive.
Die OE Global ist weltweit eine der größten und wichtigsten Konferenzen für die Nutzung und Entwicklung von Open Education Resources. Durchgeführt wird die jährlich stattfindende Konferenz durch Open Education Global, einer mitgliederbasierten globalen, gemeinnützigen Organisation. Die Konferenz lädt Praktiker*innen, Studierende, Forschende und Entscheidungsträger*innen ein, ihre Praktiken zu teilen, zu Netzwerken und Kollaborationen anzustoßen. In diesem Jahr fand sie vom 16. – 18. Oktober in Edmonton/Kanada statt und wurde in Kooperation mit dem NorQuest College ausgetragen.
Unser Team war dort zu Gast und hat Konferenzteilgebenden und der Vorstandsvorsitzenden von Open Education Global jeweils drei Fragen zu Open Educational Resources gestellt. Mitder dritten und letzten Frage wollten wir wissen:
„Was sind die größten Herausforderungen beim Einbinden von OER in Ihrem Arbeitsbereich / Land?“