MINT-L-OER-amt OERinfo – Lessons Learned in 5×5 Zeilen

Fragen von OERinfo an Dr. Nadine Berger, Lubna Ali und René Röpke von der rwth Aachen.

Bildunterschrift: René Röpke bei der Vorstellung des Projekts auf der #OERde17. Foto: Tilman Vogler für OERde17, unter der Lizenz CC BY 4.0.
René Röpke bei der Vorstellung des Projekts auf der #OERde17. Foto: Tilman Vogler für OERde17, unter der Lizenz CC BY 4.0.

Dass Wirksamkeit und Nachhaltigkeit auch ganz anders aussehen können, als geplant zeigen Erfahrungen aus dem Projekt MINT-L-OER-amt von der rwth Aachen. Dr. Nadine Berger, Lubna Ali und René Röpke über unerwartete Erfolge und das, was nach Projektende nachwirkt.

oben: Dr. Nadine Berger (Foto: Anne-Linda Ludwig, nicht unter freier Lizenz). Unten v.l.n.r.: René Röpke und Lubna Ali (Fotos: Lukas Netz, nicht unter freier Lizenz).
oben: Dr. Nadine Berger (Foto: Anne-Linda Ludwig, nicht unter freier Lizenz). Unten v.l.n.r.: René Röpke und Lubna Ali (Fotos: Lukas Netz, nicht unter freier Lizenz).

Das Projekt MINT-L-OER-amt
Das Projekt MINT-L-OER-amt an der rwth Aachen richtete sich an Lehramtsstudierende der Hochschule sowie Lehrer*innen aus der Region. Die Arbeitsgruppe hat neben Seminarkonzepten auch eine Reihe von Arbeitsmaterialien entwickelt, die auch von anderen OER-Projekten genutzt wurden und werden.

Wenn Sie auf die Projektzeit zurückblicken, was würden Sie dann sagen …

Was war für Sie ein unerwartetes, überraschendes Ergebnis?

Ein sehr überraschendes Ergebnis war die Verwendung unserer Kombinationskarten „OER Materialien“ (pdf, pptx, odp) und „CC Lizenzen“ (pdf, pptx, odp) im Rahmen anderer OER-Projekte. In weiteren Projektverlauf wurden auch weitere Teile unserer Materialien (z. B. Folien und Handouts) von anderen OER-Projekte bearbeitet und verwendet. Auch im Buch „Freie Unterrichtsmaterialien finden, rechtsicher einsetzen, selbst machen und teilen“ von Jöran Muuß-Merholz sind wir zu finden. Zusätzlich waren wir 2017 für den OER- Award 2017 in der Kategorie „OER über OER“ nominiert.

Alleinstellungsmerkmal: Was haben Sie gemacht, was die meisten anderen nicht gemacht haben?

Wir haben versucht die Zielgruppen nicht nur theoretisch zum Thema OER zu sensibilisieren und qualifizieren, sondern auch praktisch, in dem wir Kombinationskarten erstellt und in unseren Workshops verwendet haben. Diese zeigen OER-Typen (z. B. Videos, Bilder, Tabellen) mit einer Creative Commons (CC) Lizenzierung (pdf, pptx, odp). Es gibt außerdem Kärtchen nur mit CC Lizenzen (pdf, pptx, odp). Durch die Verwendung der Kombinationskarten haben die Teilnehmenden die Möglichkeit das Thema „Bearbeitung von OER“ besser zu greifen.

Was war für die Erreichung Ihrer Ziele (welche?) das größte Hindernis?

Eine unserer Zielgruppen sind aktive Lehrkräfte sowie Referendarinnen und Referendare der Region Aachen. Um diese Zielgruppe zu erreichen haben wir über Newsletter kostenfreie Workshop-Angebote beworben und auf dem Aachener Didaktiktag einen Workshop angeboten. Leider waren unsere Maßnahmen nur wenig erfolgreich und wir konnten mit unseren Workshops nicht sehr viele Lehrkräfte, Referendarinnen und Referendare erreichen.

Was bleibt? Inwieweit hat das Projekt einen Unterschied gemacht, der 2019 sichtbar ist?

Wir haben unterschiedliche Materialien auf unserer Projektwebseite und im Contentbuffet von JOINTLY veröffentlicht. Diese Materialien stehen als Ergebnis unseres Projektes den Dozierenden der MINT-Fachdidaktik zur Verfügung, um in ihrer Lehre das Thema OER stärker zu verankern. In der Informatikdidaktik haben wir ein sehr ausführliches Konzept zur Integration von OER im Lehramtsstudium angestoßen, bei dem Studierende an drei Punkten im Studium das Thema kennenlernen, vertiefen und reflektieren.

Werden Sie als Projektbeteiligte*r sich auch nach der Förderung noch mit dem Thema OER beschäftigen? In welcher Weise?

In unserer Arbeitsgruppe arbeiten wir bereits daran, alle unsere Lehrmaterialien als OER aufzubereiten. Außerdem gehen wir deutlich bewusster mit Urheberrecht und offenen Materialien um. OER fließt sowohl in die Lehre als auch in unseren Arbeitsalltag ein. Wir planen zudem in einem Folgeprojekt die Erkenntnisse und Konzepte in die Bildungswissenschaften und in die anderen Fachdidaktiken der RWTH Aachen zu übertragen.


Dieser Artikel ist Bestandteil der Reihe „Lessons Learned in 5×5 Zeilen“, die zum Abschluss der Projektförderung der OERinfo-Projekte entstanden ist.

Creative Commons LizenzvertragDieser Text steht unter der CC BY 4.0-Lizenz. Die Namen der Urheber*innen sollen bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Dr. Nadine Bergner, Lubna Ali und René Röpke für MINT-L-OER-amt und Jöran Muuß-Merholz für OERinfo – Informationsstelle OER.

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