Vom 13. bis 14. Mai 2025 findet in Jena die nächste Veranstaltung der Konferenzreihe „OER im Blick“ des Bundeministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) statt. Unter dem Motto „Back to basics“ wird im Lichte drängender bildungspolitischer und gesellschaftlicher Herausforderungen die Frage besprochen, welche Rollen und Aufgaben OER und OEP für welche Zielgruppe übernehmen können.
Die Nachhaltigkeitsziele (SDGs) der Vereinten Nationen sind eine globale Agenda, um Strategien und Mechanismen für mehr Nachhaltigkeit zu identifizieren und zu begründen. Open Educational Resources (OER) werden ebenfalls oft als Mittel genannt, um Ziele zu erreichen, die eng mit Nachhaltigkeit verbunden sind. Leider werden in den Ausführungen zu den SDGs die beiden Begriffe „Nachhaltigkeit“ und „OER“ nicht zusammengeführt, also nicht zusammen aufgeführt, zumindest nicht explizit. Für eine Argumentation pro OER mit den SDGs als Argument, gibt es jedoch eine Lösung: die UNESCO.
Mit einem Eintrag zu „Bundespräsident“ fing es 2014 an, 2024 sendet der amtierende Bundespräsident Steinmeier persönlich Lob und Glückwünsche zum Jubiläum: Das Klexikon feiert im November zehnjähriges Bestehen! Die Wikipedia für Kinder ist ein kostenloses Online-Lexikon mit aktuell an die 3.500 Artikel zu den wichtigsten Themen für (Schul)Kinder. 2017 wurde das Klexikon sogar mit dem deutsprachigen OER-Award in der Kategorie „Bildungsbereich Schule“ausgezeichnet. Wir haben mit den Gründern Michael Schulte und Ziko van Dijk über die Entwicklung und Arbeit am Klexikon gesprochen.
Am 19. und 20. November 2024 fand in Dubai der 3rd UNESCO World OER Congress statt. Mit dem thematischen Schwerpunkt „Digital Public Goods: Open Solutions and AI for Inclusive Access to Knowledge“ lag der Fokus auf Open-Source-Angeboten und offene Bildungsmaterialien im Zusammenhang mit dem Einsatz von generativer Künstlicher Intelligenz (KI). Den Abschluss und das Ergebnis des Kongress bildet die Dubai Declaration on Open Educational Resources (OER), die die UNESCO nun final veröffentlicht hat.
Titelblatt der Dubai Declaration on Open Educational Resources. Grafik: United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization (UNESCO), CC BY-SA 3.0 (IGO), Seitenverhältnisse geändert und Hintergrund erweitert von Angela Karnoll
In dieser Erklärung wird die Integration neuer Technologien wie künstliche Intelligenz erörtert, um die 2019 von der UNESCO herausgegebene Empfehlung zu offenen Bildungsressourcen (OER) voranzubringen. Insgesamt hebt sie das Potenzial neuer Technologien zur Verbesserung von OER hervor. Gleichzeitig betont die Erklärung die Notwendigkeit eines soliden rechtlichen und ethischen Rahmens, um eine gerechte und rechtmäßige Nutzung zu gewährleisten.
Die Guidelines
Das Dokument beinhaltet Guidelines zu folgenden Themen:
Aufbau von Fähigkeiten: In diesem Abschnitt wird der Auf- und Ausbau digitaler Kompetenzen hervorgehoben, um verantwortungsbewusste Nutzer*innen, Ersteller*innen und Anbieter*innen von (OER)-Inhalten mit neuen Technologien wie generativer KI zu fördern.
Politische Richtlinien: Hier wird das Erfordernis klarer Richtlinien und Systeme angesprochen, um die Nutzung offener Lizenzen und die verantwortungsvolle Integration neuer Technologien zu fördern.
Sicherstellung eines inklusiven und gerechten Zugangs zu qualitativ hochwertigen OER: Der Abschnitt betont die Rolle neuer Technologien, OER zugänglich, inklusiv und nachhaltig zu gestalten, während hohe Standards für Datenschutz, Qualität und kulturelle Relevanz gewahrt werden.
Nachhaltigkeitsmodelle: Hier wird die Notwendigkeit beschrieben, OER in einer inklusiven, nachhaltigen und ethischen Weise zu entwickeln und bereitzustellen, indem globale Standards eingehalten und umweltfreundliche Praktiken gefördert werden.
Internationale Zusammenarbeit: Dieser Abschnitt unterstreicht die Bedeutung verstärkter regionaler und internationaler Zusammenarbeit, um OER-Initiativen durch den Einsatz neuer Technologien wie KI im Einklang mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung voranzubringen
Dieser Text steht unter der CC BY 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Angela Karnoll, für OERinfo
In der OER-Community wird häufig darüber gesprochen, dass eine Integration von OER im Lehramtstudium und Referendariat die Bekanntheit von Open Educational Resources steigern und damit auch die OER-Bewegung voranbringen könnte. Die Pädagogische Hochschule (PH) Weingarten hat dies bereits umgesetzt und nutzt OER im Studium, um digitalisierungsbezogene Kompetenz zu vermitteln.
Die UNESCO-Empfehlung zu Offenen Bildungsressourcen (OER) von 2019 betont die Notwendigkeit, dass Nationen systematisch OER-Aktivitäten unterstützen und monitoren. Österreich hat in diesem Bereich durch die Initiative “Open Education Austria Advanced” bedeutende Fortschritte gemacht, insbesondere durch die Entwicklung eines Zertifizierungsprogramms für OER im Hochschulsektor.
Die Verbindung von Open Educational Resources (OER) und Künstlicher Intelligenz (KI) verspricht für eine zukunftsfähige berufliche Weiterbildung Vorteile: Mit Hilfe von KI können OER zielgruppen- und bedarfsgerecht gestaltet und an berufs- und betriebsspezifische Einsatzbereiche angepasst werden. Umgekehrt profitieren KI-basierte Assistenzsysteme beim Training und bei der Bearbeitung von Nutzeranfragen von qualitativ hochwertigen Daten aus OER. In diesem Beitrag wollen wir anhand einfacher (Open-Source-)Beispiele zeigen, welche Möglichkeiten KI bietet, um OER zu generieren. Außerdem gehen wir darauf ein, wie OER genutzt werden können, um KI-basierte Lernassistenten zu gestalten und wie Verknüpfungen von OER-Portalen mit modernen KI-Verfahren aussehen können, um Lerninteressierten passgenau die richtigen Lernmaterialien zur richtigen Zeit zu empfehlen.
Auf dem OERcamp vom 06. bis 08. März 2024 wurde viel über das Thema „OER und künstliche Intelligenz“ gesprochen. In kurzen Videoclips haben sich einige Teilnehmende und Teilgebende dazu geäußert und ihre Wünsche, Vorstellungen und Angebote vorgetragen. Dieser Beitrag dient als eine Sammlung aller Videobeiträge zu OER und KI.
Mit einem abwechslungsreichen Programm rund um offene und gleichberechtigte Bildung, digitale und freie Materialien sowie für zeitgemäßes Lernen und Lehren erwartet alle Interessierten dieses Mal ein ganzes OER-Festival. Denn mit dieser Veranstaltung vereinen sich gleich mehrere Highlights unter einem Dach. Zusätzlich zu dem bekannten Barcamp können sich Teilnehmende und Teilgebende auf eine Fachtagung von ORCA.nrw sowie auf das 10-jährige Jubiläum des Bündnisses Freie Bildung freuen. Weiterlesen >
Wir sprechen über Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen digitaler und offener Bildung. Anhand des Beispiels des OESA – Open Education and Software Association e.V.. Der Verein strebt die Entwicklung freier Software an, die Gestaltung offener Lehr- und Lernprozesse und eine globale und interdisziplinäre Vernetzung. Für mehr Bildungsgerechtigkeit, Teilhabe und Transparenz. Zu Gast ist Celestine Kleinesper. Sie ist 1. Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins OESA und möchte dessen Aufgaben und Zielsetzungen kommunizieren. Weiterlesen >