OERsax – OERinfo – Lessons Learned in 5×5 Zeilen

Fragen von OERinfo an das Projektteam von OERsax

Screenshot OERsax, nicht unter freier Lizenz.
Screenshot OERsax, nicht unter freier Lizenz.

OERsax hatte den Anspruch, OER an Hochschulen in Sachsen zu verankern. Berücksichtigt wurde dabei von Anfang an die komplexe Verbindung von technischer, rechtlicher und didaktischer Perspektive, die für die OER-Praxis oftmals eine besondere Herausforderung darstellt. Für OERinfo stellt das Projektteam Höhepunkte des Projekts zum Ende seiner Laufzeit vor und sagt, was in Deutschland fehlt, um OER noch wirksamer zu machen.

Logo OERsax
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Das Projekt OERsax
OERsax war ein Verbundprojekt der TU Dresden, der HTW Dresden und der TU Bergakademie Freiberg. Mit dem interdisziplinären Projekt wurde das Themenfeld OER aus rechtlicher, technischer und didaktischer Perspektive für das Personal an Hochschulen in Sachsen aufbereitet und in Veranstaltungen sowie im Projektblog verbreitet.

Wenn Sie auf die Projektzeit zurückblicken, was würden Sie dann sagen …

Was war für Sie ein unerwartetes, überraschendes Ergebnis?

Überraschend für uns waren das in dieser Größenordnung unerwartet große Interesse und die Nachfrage an dem Projekt OERsax. Und das nicht nur seitens der Lehrenden, sondern auch von Einrichtungen außerhalb der Hochschulen, wie etwa Schulen und Träger von Erwachsenenbildung oder Anbieter von Online Kursen. Positiv wahrgenommen haben wir auch die sehr gute Kooperation mit den Universitätsbibliotheken. Hocherfreulich war auch die Anwesenheit der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Frau Dr. Eva-Maria Stange zur Kick-Off Veranstaltung OERsax.

Was hat *besonders* gut geklappt?

„Besonders“ gut funktioniert hat die Zusammenarbeit zwischen TU Dresden, der HTW Dresden und der TU Bergakademie Freiberg. Innerhalb des Verbundprojekts haben die verschiedenen Hochschulen interdisziplinär zusammengearbeitet und mit dem juristischen, pädagogisch- didaktischen sowie technischen Bereich, eng miteinander verzahnt jeweils unterschiedliche Themenfelder bearbeitet. Aber auch die Zusammenarbeit mit den anderen Projekten der OER Förderlinie sowie den verschiedensten Multiplikatoren hat besonders gut geklappt.

Was bleibt? Inwieweit hat das Projekt einen Unterschied gemacht, der 2019 sichtbar ist?

Das Projekt hat zu einer nachhaltigen Verankerung durch Sensibilisierung und Qualifizierung einer Vielzahl von Multiplikatoren aus den unterschiedlichsten Bereichen beigetragen. Bleibend ist auch der Blog von OERsax mit seiner Vielzahl von Einträgen und Informationsmöglichkeiten als zentraler Anlaufpunkt für Interessierte. Darüber hinaus ist bereits geplant eine Handreichung zum Thema OER an Hochschulen zu veröffentlichen.

Was fehlt? Was müsste es in Deutschland geben, um die OER-Landschaft deutlich zu verbessern? (Und warum?)

Bislang fehlt eine zentrale regionale Anlaufstelle, welche sowohl Nutzer als auch Bereitsteller von OER bei der Verwendung unterstützt und damit auf die verschiedensten Bedenken bei der Verwendung von OER eingehen kann. Diese Plattform sollte interdisziplinär ausgerichtet sein, um die rechtlichen, didaktischen und technischen Herausforderungen zu lösen und den Menschen ein einfaches, schnelles und sicheres Angebot für das Finden und die Nutzung/ Erstellung/Bereitstellung von OER zu bieten.

Gibt es etwas aus der Arbeit, auf das Sie besonders stolz sind?

Als besonders positiv werden uns die ersten sächsischen OER Tage vom 15. bis 18.01.2018 an der Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek in Erinnerung bleiben. Die hohe Teilnehmerzahl und die sehr positive Resonanz der Teilnehmer*innen bestärken uns darin, dass dies nur der Anfang gewesen sein kann und machen uns natürlich auch ein wenig stolz.
Auch die große Sammlung der Blogeinträge, welche das gesamte Thema OER nicht nur in Sachsen umfassend beleuchten, gefällt uns sehr gut.


Dieser Artikel ist Bestandteil der Reihe „Lessons Learned in 5×5 Zeilen“, die zum Abschluss der Projektförderung der OERinfo-Projekte entstanden ist.

Creative Commons LizenzvertragDieser Text steht unter der CC BY 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: JProf. Dr. Lauber-Rönsberg, Sebastian Horlacher TU Dresden; Aline Bergert, Doris Geburek TU BA Freiberg; Tom Adler HTW Dresden für Projekt OERsax und Jöran Muuß-Merholz für OERinfo – Informationsstelle OER.

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