OER-KA: Der Südwesten vernetzt sich zu freien Bildungsmaterialien in der Hochschule

Martin Mandausch (re.) und Marc Riar (li.) bei der Konferenz OER-KA, Foto: Tim Wiegers via Twitter,
CC BY 4.0.

Am 13. Juli 2018 fand in Karlsruhe die Konferenz OER-KA statt. In einer abwechslungsreichen Mischung aus Vorträgen und Diskussionen wurden viele strategische Aspekte der Thematik OER an Hochschulen angerissen. Die Referenten konnten zudem einen spannenden Einblick in ihre Projekte bieten.

Handlungsempfehlungen für die Förderung von OER an Hochschulen

Das Projekt „Entwicklung von Annotations-, Begutachtungs- und Anreizkonzepten für Open Educational Resources-Repositorien unter besonderer Berücksichtigung hochschuldidaktischer Einsatzszenarien“ entwickelt Handlungsempfehlungen für die Förderung von OER an Hochschulen und lud in diesem Kontext am Freitag, den 13.Juli 2018 an die Hochschule Karlsruhe zur ersten OER-KA Konferenz in die Fächerstadt ein.

Bereits bei der Begrüßung durch den Prorektor für Forschung der Hochschule Karlsruhe, Prof. Dr. Franz Quint, sowie den Leiter des Institute for Computers in Education (ICE) Prof. Dr. Peter Henning wurde deutlich: OER sind ein wichtiger Baustein im Prozess der Digitalisierung der Hochschullehre und werden als Träger großen Innovationspotenzials wahrgenommen.

Keynote von Martin Ebner zur OER-Strategie in Österreich

Als Keynote-Speaker gab Dr. Martin Ebner von der TU Graz einen Überblick über die Bestrebungen einer nationalen OER-Strategie in Österreich seit 2015. Durch die im Vergleich zu Deutschland überschaubare Größe Österreichs sei es einfacher, eine einheitliche Strategie zu fahren. Als wichtige Aspekte nannte er die Themen Zertifizierung und Infrastruktur. Die Vortragsfolien können hier nachgelesen werden.

Aktuelles aus OER-Projekten im Südwesten Deutschlands

Tim Wiegers vom Virtuellen Campus Rheinland-Pfalz (VCRP) berichtete von den aktuellen Entwicklungen, die das Projekt OER@RLP angestoßen hat. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt bewirkte in Rheinland-Pfalz, dass das Thema OER in die Digitalisierungsstrategie des Landes implementiert wurde. Im Vortrag wurde dargestellt, wie sich OER@RLP von einem Projekt zu einer stetigen Allianz von Bildungsakteur*innen entwickelt hat.

Martin Mandausch und Marc Riar von der Hochschule Karlsruhe stellten Ihre Projektergebnisse aus dem Projekt „Entwicklung von Annotations-, Begutachtungs- und Anreizkonzepten für Open Educational Resources-Repositorien unter besonderer Berücksichtigung hochschuldidaktischer Einsatzszenarien“ vor. Qualifizierung des Lehrpersonals und ein geeignetes Metadatenschema seien die entscheidenden Aspekte für den Erfolg von OER an Hochschulen. Strategisch sei es klug, mit der Produktion von kleinteiligen Materialien zu beginnen.

Peter Rempis von der Universitätsbibliothek Tübingen gab noch einen Statusbericht über das zentrale OER-Repositorium des Landes Baden-Württemberg (ZOERR). Dieses kann von allen Hochschulen, auch außerhalb von Baden-Württemberg für das Hochladen von OER genutzt werden. Es wurde die gute Nachricht vermeldet, dass das ZOERR auch über den aktuellen Förderzeitraum hinaus eine Bestandsgarantie hat und damit langfristig OER den Weg ins zentrale OER-Repositorium des Landes Baden-Württemberg finden können.

Die Mission von OERinfo ist noch lange nicht abgeschlossen

OERinfo wurde durch David Eckhoff, der einige Praxisbeispiele an deutschen Hochschulen vorstellte, und Luca Mollenhauer, der sowohl einen Rückblick auf den bisherigen Projektablauf der Informationsstelle OER als auch einen Ausblick auf den avisierten Folgezeitraum bis 2020 gab. Es hat sich seit 2016 in der deutschen Hochschullandschaft viel getan, aber die Mission von OERinfo ist noch lange nicht abgeschlossen, so das Fazit.

Creative Commons LizenzvertragDieser Text steht unter der CC BY 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: David Eckhoff für OERinfo – Informationsstelle OER.

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