Die UNESCO ruft dazu auf, den Entwurf der Empfehlung zu OER zu ergänzen. Mit dem Konsultationsprozess bereitet die UNESCO die geplante Verabschiedung der Empfehlung auf der nächsten Generalversammlung im Frühjahr 2019 vor. Wir erklären, worum es geht.
Der Konsultationsprozess läuft über ein Online-Formular. Eingeladen zur Teilnahme sind alle, die sich dafür einsetzen wollen, das Thema OER im zwischenstaatlichen Bereich zu verankern und voran zu bringen. Die Mitwirkung ist bis zum 01. Juni 2018 möglich.
Der UNESCO-Konsultationsprozess aus der Sicht eines OER-Experten
Gasper Hrastelj, Organisator der World OER Conference erläutert die Hintergründe und Verfahren des UNESCO-Konsultationsprozesses im Gespräch mit Jöran Muuß-Merholz für OERinfo. Das Interview wurde am Rande der OER-Konferenz #OEglobal aufgezeichnet. Der erste Teil ist auf Englisch, der zweite Teil (ab Minute 02:33) ist auf Deutsch.
What‘s going on at @UNESCO regarding #OER? We ask @GasperHrastelj who organizes OER World Congress. #OEGlobal18 https://t.co/rXe0zmZMXP
— OERinfo (@OERinfo) April 24, 2018
Hintergrund: Der Entwurf und das Verfahren
Der vorliegende Entwurf der Empfehlung zu OER (PDF) umfasst unter anderem die Bereiche Aufbau von Kapazitäten, Entwicklung von unterstützenden Policies, Gewährleistung eines inklusiven und gerechten Zugangs zu hochwertigen OER, Nachhaltigkeitsmodelle für OER und internationale Zusammenarbeit.
Die Generalkonferenz ist das höchste Gremium der UNESCO; sie tagt alle zwei Jahre. Sie befindet über die Erarbeitung standardsetzender Instrumente und verabschiedet diese auch. In der Generalkonferenz sind 195 Mitgliedstaaten vertreten. Eine Empfehlung ist für die Mitgliedstaaten der UNESCO zwar nicht bindend, zielt aber darauf ab, nationale Gesetzgebungen und Maßnahmen zu beeinflussen (Quelle). Die Mitgliedstaaten berichten alle vier Jahre über die nationale Umsetzung. Die Ausarbeitung der Empfehlung war bei der letzten Generalkonferenz im November 2017 beschlossen worden.