Open Education Awards 2021 (Teil 3) – Die Gewinner*innen der Individual Awards

In 2021 werden durch Open Education Global 16 Open Education Awards for Excellence im Rahmen von vier Schwerpunkten vergeben. Durch die Awards werden herausragende Einzelpersonen, Werke, Sammlungen und Repositorien sowie Praktiken gewürdigt. Die Gewinner des UNESCO OER Implementation Award und der Open Asset Awards sowie des Recilience und der Open Practices Awards wurden bereits aufgezeigt. Dieser Beitrag widmet sich den vor kurzem bekannt gegebenen Gewinnern der Individual Awards.

Individual Awards, OEAWARDS FOR EXCELLENCE, Grafik: Open Education Global, CC BY 4.0

Die letzte Kategorie der OEGlobal Awards 2021 – die Individual Awards – würdigen Einzelpersonen für ihr persönliches Engagement, ihr offenes bildungsorientiertes Handeln und ihre außergewöhnlichen Beiträge zur Förderung der Offenheit in der Bildung. Diese Auszeichnungen würdigen Leistungen in fünf Hauptkategorien:

Die Gewinnerin des Leadership Award

Dieser Preis geht an eine Person, die eine bedeutende Führungsrolle und langjähriges Engagement für Open Education bewiesen hat; die bedeutende Beiträge zur Förderung der Open Education-Bewegung geleistet hat; und deren Beiträge zu Open Education sich über Regionen erstrecken und/oder globale Auswirkungen hatten.

Melissa Highton (University of Edinburgh, Vereinigtes Königreich) ist führend im Bereich der strategischen Unterstützung von OER, sowohl auf institutioneller als auch auf nationaler Ebene. Dies wird durch ihr langjähriges Engagement für offene Bildung in ihrer derzeitigen Rolle als Direktorin für Lernen, Lehren und Webdienste und Assistant Principal Online Learning an der University of Edinburgh, sowie in früheren Positionen an den Universitäten Leeds und Oxford demonstriert.

Die Gewinnerin des Educator Award

Der Educator Award ist eine Auszeichnung für eine*n Lehrkraft/Professor*in, die über einen längeren Zeitraum (mindestens ein Jahr) in ihrer/seiner Lehrpraxis ein bedeutendes OER veröffentlicht und/oder verwendet hat. Eine Person, deren offene Kursmaterialien und Berufspraktiken anerkanntermaßen eine Wirkung haben und Kolleg*innen dazu bewegen, offener zu teilen.

Orna Farrell (Dublin City University, Irland) ist durch ihre offene Lehrpraxis auf lokalen, nationalen und internationalen Bühnen ein inspirierendes Beispiel. Dr. Farrells Bereitschaft zu teilen und andere Lehrende zu inspirieren, wird durch das #OpenTeach-Projekt veranschaulicht, das 2019 begann und von Grund auf mit einer Open First-Philosophie aufgebaut wurde. Jeder Baustein des Projekts war ein OER oder eine Open Educational Practice. Dr. Farrell leitete ein Team, das Über einen offenen Online-Kurs Hunderte von Teilnehmer*innen zu offenem Online-Lehren und -Lernen schulte.

Der Gewinner des Emerging Leader Award

Dieser Preis geht an eine enthusiastische Person mit vielversprechenden Führungsqualitäten; deren Einsatz und Nutzung offener Bildung inspirierend ist, was sie zu einem wirkungsvollen Sprecher macht. Eine Person, die ein starkes Engagement für ihre Ideale gezeigt oder bedeutende Leistungen erbracht hat.

Gino Fransmans (Nelson Mandela University, South Africa) Rolle im OpenEdInfluencers-Projekt stammt noch aus der Zeit vor seiner Anstellung an der MandelaUni, der UNISA und der University of the Western Cape seit 2005. Als Befürworter der Öffnung des Zugangs zu kostenlosen, hochwertigen und vollständig zugänglichen Bildungsressourcen regte er als GOGN-Mitglied ein Forschungsvorhaben sowie eine Initiative zur Entwicklung und Stärkung von Student*innen und Mitarbeiter*innen an.

Der Gewinner des Support Specialist Award

Dieser Preis geht an eine Person, die sich aktiv für die Nutzung und Förderung von OER und Open Practices einsetzt; die kein*e Lehrkraft/Professor*in ist; und die Ideale der Open Education-Bewegung durch ihre eigenen Praktiken unterstützt. Dazu können u. a. Bibliothekar*innen, Forscher*innen, Lehrplaner*innen, politische Entscheidungsträger*innen und Administrator*innen gehören.

Werner Westermann (Library of Congress of Chile, Chile)
OER-Befürworter*innen konzentrieren sich oft auf das Potenzial der Materialien sowie das Recht und die Forderung nach Offenheit. Die fehlende praktische Anwendung der Materialien kann jedoch eine einschränkende Wirkung haben. Werner arbeitete mit Learning Equality zusammen, um OER an den nationalen Lehrplan in Chile, El Salvador und Honduras anzupassen. Während dieser Arbeit stellte er die pilotierbare und skalierbare offene Lernplattform Kolibri vor. In einem kürzlich erschienen Diskussions-Beitrag teilte er diese Leidenschaft mit der OER-Community. Werner nutzt seine Expertise in Bildungstechnologie und offenen Inhalten, um letztendlich das Leben der Lernenden weltweit zu verbessern.

Die Gewinnerin des Student Award

Dieser Preis würdigt die herausragenden Leistungen eines Studierenden, der sich für die Nutzung von OER eingesetzt oder wissenschaftlich davon profitiert hat. Der Preis wird an Studierende verliehen, deren Leistungen andere dazu inspirieren könnten, Studiengänge zu verfolgen, die offene Ressourcen nutzen; und/oder eine herausragende Rolle dabei gespielt haben, sich erfolgreich für die Förderung und Weiterentwicklung von OER und offener Bildung einzusetzen.

Hannah Rothmann (University of Edinburgh, Vereinigtes Königreich)
In einer Zeit des Homeschoolings, Homeoffice und Hybridunterrichts – in der sich viele abgekoppelt und machtlos fühlten – ging Hannah Rothmann, Studentin der University of Edinburgh, im Lockdown an die Arbeit. Sie zeigte Mitarbeiter*innen, Student*innen und der breiten Öffentlichkeit, dass sie online frei verfügbare Informationen verbessern können. Indem sie Materialien erstellte, die das „Wie“ und „Warum“ von Wikipedia herunterbrechen, damit Kursleiter*innen das Lernen über Wikipedia in Kursprogramme einbetten können. Die von Hannah erstellten Ressourcen wurden in einer Playlist zu offenen Lizenzen auf YouTube, dem Media Hopper Channel der Universität, und auf einer dafür eingerichteten Webpage geteilt.

Creative Commons LizenzvertragDiese Übersetzung steht unter der CC BY 4.0-Lizenz. Englische Originaltexte: Individual OEAwards for Exellence und About OE Awards, beide Texte von Open Education Global stehen unter der CC BY 4.0-Lizenz. Der Name der Übersetzerin soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Susanne Grimm für OERinfo – Informationsstelle OER.

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