OERinfo-Fachtag 2025: Bildungsinfrastrukturen, digital und offen

orangener Kreis in der Mitte mit Titel und Datum des OERinfo-Fachtags, Scheinwerfer beleuchten diesen Kreis, links ist ein Mikrofon zu sehen
Sei dabei, beim OERinfo-Fachtag 2025! Grafik: Angela Karnoll, Canva-Lizenz

Gemeinsam für mehr Offenheit!

Der 2. OERinfo-Fachtag findet am 24.10.2025 von 9:30 – 17 Uhr am DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation in Frankfurt am Main statt. Der Fachtag lehnt sich an die Ausrichtung der aktuellen Förderungen OER-förderlicher Infrastrukturen und Dienste unter der lernenden OER-Strategie. Er nimmt die Weiterentwicklung digitaler Bildungsinfrastrukturen zur Förderung offener Bildungsmaterialien und Praktiken durch Innovation und Forschung unter Einbezug von Künstlicher Intelligenz (KI) sowie die Identifikation von Handlungsbedarfen zum Anlass, einen lebendigen Trialog zwischen Nutzern, Forschern sowie Entwicklern und Anbietern zu schaffen.

„Bildungsinfrastrukturen, digital und offen – usOER, researchOER und providOER im Trialog“

Die technischen Möglichkeiten zur Erstellung, Nutzung und Verbreitung digitaler und offener Bildungsmaterialien erweitern sich ständig. Diesen teils rasanten Entwicklungen stehen User*innen (usOER) gegenüber, die in ihrem „Bildungsalltag“ Nutzerkenntnisse und -erfahrungen sammeln. Die Forschung (researchOER) betrachtet diese Entwicklungen, analysiert deren Auswirkungen und trägt zu deren Evaluation bei. Gleichzeitig sind es Entwickler*innen und Anbieter*innen (providOER) von Infrastrukturen und Tools, die durch ihre Innovationen die Grundlagen für diese Möglichkeiten schaffen. 

Der Fokus des OERinfo-Fachtags 2025:

  • Austausch und Vernetzung von Nutzer*innen, Forscher*innen sowie Entwickler*innen und Anbietern  
  • Die Projekte MOERFI, HackathOERn und Hack your Education und ihr Austausch mit Bildungspraxis, -forschung, -verwaltung und -politik.   
  • Diskussion über ermittelte Bedarfe, innovative Ideen und konkrete Lösungsansätze sowie der damit verbundene bildungspolitische Handlungsbedarf 
  • Blick über den Tellerrand: Das globale OER-Ökosystem 

OERinfo-Fachtag 2025 am 24. Oktober: Das Programm

 
09:30 Ankommen


10:00 Herzlich Willkommen

Prof. Dr. Marc Rittberger
Informationszentrum Bildung
DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation

Katja Stamm
BMBFSFJ
Bundesvertretung

Dr. Markus Deimann
ORCA.nrw
Landesportal für Studium und Lehre


10:30 OER on Stage: User-Stories (Fishbowl)

Johannes Hiebl (usOER), Franziska Mucha (researchOER) und Verena Zimper (providOER) sprechen über unterschiedliche Erfahrungen.


11:15 Kaffeepause


11:30 Build the Stage: Infrastruktur zum Mitmachen (Workshops)

Parallele Workshops zu den Projekten MOERFI, HackathOERn und Hack your Education sowie zum Nostr-Protokoll. 

„Wo drückt der Schuh beim Lehren mit OER-Infrastrukturen?“ (MOERFI)

In den letzten Jahren sind viele operable OER-förderliche Infrastrukturen und Portale für die Lehre entstanden, die teilweise wenig bekannt sind bzw. kaum genutzt werden. Der Einblick in bereits bestehende Lösungen und solche, die sich in der Entwicklung befinden, ist oft schwierig. Das soll durch das OER-Strategie-begleitende Projekt MOERFI (Demo-Tage und Mapping von (OER–förderlichen) BildungsInfrastrukturen) geändert werden. Zunächst stellen wir erste Ergebnisse, z.B. vom 1. MOERFI-Demo-Tag, vor und möchten dann gemeinsam mit den Teilnehmenden Bedarfe und Wünsche zum Einsatz von OER-Infrastrukturen sammeln. Dazu wenden wir uns in Gruppenarbeiten den Themen wie Interoperabilität, verbessertes Suchen durch didaktische Metadaten, offene Formate, Sozialisierung, Feedback & Nachhaltigkeit von OER und medienbruchfreie Workflows zu. Das Ziel hier ist es, eine Art OER-Cockpit zu bauen,  um OER besser zu finden, zu erstellen, zu nutzen und zu verbreiten.

Workshopleitung: Susanne Friz // FWU;  Constanze Reder-Knerr, Konrad Faber //VCRP

OER/OEP-Infrastrukturen gemeinsam weiterdenken (HackathOERn)

Im Workshop erkunden wir gemeinsam zentrale Herausforderungen rund um OER-/OEP-förderliche Infrastrukturen und entwickeln erste Roadmaps – von der Problemstellung hin zu Ideen und Lösungsansätzen. Dabei steht auch die Frage im Fokus, welche Bedingungen Prototypen transferfähig machen. Zum Abschluss entsteht eine Sammlung konkreter Mini-Roadmaps, die direkt ins HackathOERn-Projekt und damit in Innovationsstrategien zur Verbesserung der Infrastrukturen einfließen.

Workshopleitung: Kathrin Rabsch // edu-sharing.net e.V

Jugend hackt – Offene Bildung am Beispiel Hackathon (Hack your Education)
Auf den Hackathons von Jugend hackt können Jugendliche eigene Projektideen für eine bessere Welt entwickeln und mit Gleichgesinnten umsetzen. Die Zielsetzung und die Lernintensität bestimmen sie dabei selbst. In diesem Workshop werfen wir einen Blick auf das pädagogische Konzept sowie die Rahmenbedingungen so eines Hackathons, um dann nach Überschneidungen mit OER und OEP zu suchen. Abschließend loten wir gemeinsam aus, wie Elemente des Hackathons in andere Lernsettings übertragen werden könnten.

Workshopleitung: Nils Deventer // Open Knowledge Foundation Deutschland

Wie Offen sind OER-Infrastrukturen? (Nostr-Protokoll)

Was bedeutet das „Offen“ hinsichtlich der technischen Infrastrukturen, die der OER-Community angeboten werden? Unterstützen sie Kollaboration und offene Lernpraktiken (OEP)? Behindern Sie diese sogar? Dem TRIZ-Modell der Liberating Structures folgend wollen wir diese Frage gemeinsam bearbeiten und diskutieren, wie Offenheit und Kollaboration verhindert würden, wie der Status der öffentlichen Infrastruktur ist und was wir verbessern können.

Workshopleitung: Steffen Rörtgen // FWU; Katharina Trostorff // Open Access Brandenburg


13:00 Mittagspause


14:00 OER Backstage: Infrastruktur und Forschung (Marktstände und Posterpräsentationen)

OER-Infrastrukturanbieter (Services und Tools) stellen aktuelle Lösungsansätze und Entwicklungen vor, Vorhaben der Bildungsforschung stellen neueste Erkenntnisse dar. 


15:00 Kaffeepause


15:30 Back on Stage: Elements of an open ecosystem (Vortrag)

Dr. Robert Farrow // Institute of Educational Technology, Open University (UK)

The Dubai Declaration on OER calls for a future where digital public goods and emerging technologies secure equitable and inclusive access to knowledge. But how do we make sense of the forces shaping this future? Increasingly, we employ the language of the “ecosystem” to describe open education: a living environment where policies, platforms, communities, and values interact. Yet is this simply a convenient metaphor, or does it capture something about the conditions in which openness thrives or withers?  This presentation examines the ecosystem as both metaphor and reality, mapping the interdependent elements that sustain open education across diverse national and cultural contexts. The growing import of artificial intelligence will serve as a lens through which to explore how AI unsettles existing balances, creates new dependencies, and reframes questions of access and equity.  Through unpacking the open ecosystem, the talk will invite participants to reflect on openness as a dynamic, fragile, and evolving habitat of values rather than a set of tools and technologies. 

Dr. Robert Farrow is Senior Research Fellow and his work explores the intersections of openness, ethics, and technology-enhanced learning, combining critical theory with applied research to address issues of equity, access, and innovation in global education. He is a keynote speaker who has published widely on open education, AI, educational technology, and has led numerous international projects in these areas.


16:15 Stage Dismantling


16:30 Offener Ausklang


OERinfo-Fachtag 2025: Hier geht es zur Anmeldung

Die Anmeldung ist geschlossen.
 
Werden Sie Teil der OER World Map!

Wir laden alle Teilnehmer*innen und Teilgeber*innen des OERinfo-Fachtages 2025 herzlich dazu ein, die OER World Map aktiv zu nutzen und mitzugestalten. Die OER World Map ist eine zentrale Plattform, die einen umfassenden Überblick über Initiativen, Projekte und Akteure im Bereich Open Educational Resources (OER) weltweit bietet. Indem Sie Ihre eigenen Projekte eintragen, bestehende Einträge kommentieren oder neue Kontakte knüpfen, tragen Sie maßgeblich dazu bei, die Sichtbarkeit von OER zu erhöhen und die Vernetzung innerhalb der Community zu stärken. Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Arbeit zu präsentieren, von den Erfahrungen anderer zu lernen und gemeinsam die Zukunft offener Bildung zu gestalten. Werden Sie jetzt aktiv auf der OER World Map und helfen Sie dabei, das globale OER-Netzwerk weiter auszubauen!

 

Creative Commons LizenzvertragDieser Text steht unter der CC BY 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Susanne Grimm und Angela Karnoll, OERinfo für OERinfo – Die Informationsstelle OER

Podcast zugehOERt 116: OEP und das digitale Lernbüro des Projekts WODL – zugehOERt meets Digitales Lagerfeuer

Das BMBFSFJ-geförderte Projekt „Werkstatt offenes digitales Lernbüro“ (WODL) verfolgt das Ziel, in Arbeitsgruppen offene Bildungsmaterialien (OER) zu erstellen und in sogenannten „(digitalen) Lernbüros“ einzusetzen. Die Arbeitsgruppen kümmern sich ebenfalls um die konzeptionelle Gestaltung der Lernbüros, die begleitetes, aber hauptsächlich selbstreguliertes Lernen fördern. Dadurch sollen offene Bildungspraktiken (OEP) in Schulen verstärkt integriert werden. Richard Heinen stellt die Idee und Arbeitsweise hinter dem Projekt vor und spricht über das Verhältnis zwischen OER und OEP.

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Vom Teilen zum Öffnen: Warum ein Lehrer in der Schulleitung auf OER und transparente Unterrichtsprozesse setzt

Jan-Martin Klinge ist Lehrer und Mitglied der Schulleitung an einer Gesamtschule. In seinem Blog halbtagsblog gibt er Einblicke „in die Freude und auch Möglichkeiten des Lehrerberufs“ und berichtet viel über Schulentwicklung, Unterrichtsmethoden sowie Digitalisierung an Schulen. Da an seiner Schule das Thema „Offenheit von Materialien und Unterrichtsprozessen“ großgeschrieben wird, haben wir ihn für ein Interview eingeladen. Er beantwortet unsere Fragen zur Umsetzung der Offenheit an seiner Schule, worin er den Unterschied zwischen „Teilen“ und „Öffnen“ sieht und welcher Maßnahmen es aus seiner Sicht (als Teil der Schulleitung) für eine Kultur des Öffnens bedarf.

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Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und der DLR Projektträger haben im Mai eine dreiteilige Interviewreihe unter dem Titel „„Bildung, Lebenssinn und Technologie – wie KI und OER helfen können“ ins Leben gerufen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Künstliche Intelligenz (KI) und Open Educational Resources (OER) gemeinsam zu einer innovativen und gerechten Lehr- und Lernkultur beitragen können.

In drei Podcastfolgen gibt Prof. Dr. Andreas Dengel Einblicke in die Auswirkungen von KI auf Bildung und Gesellschaft. Als Professor für Didaktik der Informatik an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Erfahrung in nationalen wie internationalen Forschungsprojekten zum Thema weiß er, wovon er spricht.

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Das war die OER im Blick 2025

Am 13. und 14. Mai 2025 fand die zweite Veranstaltung der Konferenzreihe „OER im Blick“ des Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), organisiert vom DLR Projektträger, statt. Die Konferenzreihe begleitet die Umsetzung der OER-Strategie. Die Veranstaltung brachte Akteur*innen aus Bildungspolitik, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Praxis zusammen, um über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und Perspektiven rund um Open Educational Resources (OER) zu diskutieren. Unter dem Motto „Back To Basics“ stand die Rückbesinnung auf die Kernkompetenzen, die OER und OEP erfüllen können, im Vordergrund. In diesem Beitrag blicken wir auf zentrale Impulse, Diskussionen und Ergebnisse zurück – und fragen, welchen Beitrag OER zur Bildungsinnovation in der digitalen Transformation leisten können.

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Demo-Tage und Mapping von (OER-förderlichen) BildungsInfrastrukturen: Das Projekt MOERFI stellt sich vor

Das Projekt MOERFI widmet sich bildungsbereichsübergreifend der Vernetzung und Sichtbarmachung digitaler Bildungsinfrastrukturen aus Schule, Hochschule und Berufsbildung, die offene Bildungsressourcen (OER) fördern. Zu diesem Zweck werden Veranstaltungen zur Demonstration von Lösungsansätzen und der Identifikation bestehender Lücken der Bildungsinfrastrukturen durchgeführt (Demo-Tage). Darüber hinaus werden Bildungsinfrastrukturen unter Anbindung an die OER World Map (Mapping) visualisiert.

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Podcast zugehOERt 114: Jubiläumsfolge 10 Jahre Bündnis Freie Bildung

Seit der Gründung im Jahr 2014 setzt sich das Bündnis Freie Bildung mit über 28 Organisationen und zahlreichen Einzelpersonen aus der Open-Education-Community für den freien Zugang zu Bildung ein. Bündnismitglieder André Hermes, Celestine Kleinesper und Christine Kolbe blicken gemeinsam mit Sarah-Isabella Behrens zurück auf ein Jahrzehnt voller Meilensteine, Veränderungen und gemeinsamer Erfolge. Außerdem spekulieren sie darüber, wohin geht die Reise des Bündnis in Zukunft geht.

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Freie Bildungsmaterialien (OER) für die Demokratiebildung – Eine Sammlung

Im Juli 2024 hat die Ständige Wissenschaftliche Kommission der Kultusministerkonferenz (SWK) eine Stellungnahme zur Demokratiebildung mit Empfehlungen zur Stärkung der Fächer Politik und Geschichte herausgegeben. Dies ist unter anderem eine Reaktion auf die aktuelle Situation, in der der demokratische Rechtstaat durch Fake News, Rechtsextremismus und Co. unter Druck gesetzt wird. Offene Bildungsressourcen (OER) bieten eine großartige und niederschwellige Möglichkeit, demokratische Werte und politische Bildung für alle zugänglich zu machen, als auch partizipative Bildungsprozesse zu fördern. Durch die offenen Lizenzen können sie ganz einfach mit aktuellen Informationen und Zahlen angepasst werden.

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Wie OER und OEP Demokratiebildung stärken können – Eine Beitragssammlung

Das Recht auf Bildung ist ein demokratisches Gut. Bildung ermöglicht Menschen, informierte Entscheidungen zu treffen, aktiv am politischen und gesellschaftlichen Leben teilzunehmen und grundlegende Rechte wahrzunehmen. Open Educational Resources leisten einen entscheidenden Beitrag zur Demokratiebildung, da sie nicht nur Barrieren wie Kosten oder begrenzten Zugang zu Wissen und Ressourcen abbauen, sondern auch den kooperativen Austausch und partizipative Bildungsprozesse fördern. Zudem können offene Bildungsressourcen flexibel angepasst werden, um aktuelle Themen wie Fake News oder den Klimawandel aufzugreifen und Menschen dazu zu befähigen, Informationen kritisch zu hinterfragen.

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Nie mehr „Out of Lernmaterialien“: Freie Bildungsmaterialien für den Nachhilfeunterricht

Viele Nachhilfelehrer*innen kennen es: Einige Lehrkräfte sehen es nicht gerne, wenn der Nachhilfelehrer oder die -lehrerin Aufgaben aus den Schulbüchern im Nachhilfeunterricht nutzen. Das stellt sie aber vor ein Problem: Nach ein bis zwei Nachhilfestunden sind die Aufgaben aus den Übungsbüchern erledigt. Und nun? Bei Gruppenunterricht mit Kindern verschiedener Klassenstufen (und teilweise mit verschiedenen Fächern) bleibt nicht genug Zeit, für jede*n Schüler*in individuelle Arbeitsblätter zu erstellen. Die Lösung: Open Educational Resources!

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