ProOER – OERinfo – Lessons Learned in 5×5 Zeilen

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Open Educational Resources (OER) als festen Bestandteil der Lehre an der Universität Bremen zu verankern, das war das Ziel von ProOER. Für OERinfo berichten Franziska Richter und Yildiray Ogurol über die Erfolge und Herausforderungen im Projektverlauf.

Dr. Yildiray Ogurol, Franziska Richter für ProOER, Fotos: Universität Bremen, ZMML, nicht unter freier Lizenz

ProOER unterstützte die OER-Kompetenzentwicklung im Rahmen der vorhandenen und auf Dauer ausgelegten Vorhaben, Netzwerke und Infrastrukturen der Universität Bremen. Mit den etablierten Maßnahmen des Zentrums für Multimedia in der Lehre (ZMML) wurden Stakeholder aus E-Learning, Hochschuldidaktik, Studiendekanate, Studienzentren und Akademie für Weiterbildung sensibilisiert, qualifiziert und vernetzt. Gleichzeitig wurden Rahmenbedingungen analysiert und teilweisen geschaffen, um OER in die alltägliche Lehr- und Lernpraxis einzubinden.

Wenn Sie auf die Projektzeit zurückblicken, was würden Sie dann sagen …

Was hat *besonders* gut geklappt?

Im Projektverlauf konnten wir die Staats- und Universitätsbibliothek Bremen (SuUB) als Partnerin für das Thema OER gewinnen. Neben gemeinsamen interaktiven Workshops für OER-interessierte Stakeholder (z.B. Studiendekanate, Hochschuldidaktik, Akademie für Weiterbildung, Studienzentren, Zentrum für Multimedia in der Lehre (ZMML), Referat Lehre und Studium) und Lehrende hat sich eine strategische Zusammenarbeit entwickelt. Die Integration von OER in die Strategie der Universität Bremen 2018-2028 ist ebenfalls sehr positiv zu werten.

Was war für die Erreichung Ihrer Ziele (welche?) das größte Hindernis?

In der Diskussion mit den Stakeholdern haben sich Fragestellungen zu Qualitätssicherung, zum Umgang mit Metadaten, zu zentralen vs. dezentralen OER-Repositorien und zu möglichen hochschulübergreifenden Kooperationen ergeben, die für die Universität Bremen in der relativ kurzen Projektlaufzeit nicht eindeutig beantwortet werden können und damit den Aufbau einer nachhaltigen Infrastruktur verzögern.

Was war für die Erreichung Ihrer Ziele (welche?) Ihr größter „Bündnispartner“? (Sachverhalt, Person, Unterstützer, Material …)

Im Vorstand des ZMML wurde das Thema OER regelmäßig aufgegriffen und dessen hochschulstrategische Bedeutung diskutiert. Im ZMML-Vorstand sind der Konrektor für Lehre und Studium sowie drei weitere Professoren/innen vertreten.

Im Rahmen der universitätsweiten Förderlinie „ForstA integriert“ werden im Maßnahmenpaket „ForstA digital“ Projektideen von Lehrenden zur nachhaltigen Entwicklung und curricularen Verankerung von Blended Learning Formaten gefördert. Die intensive Zusammenarbeit mit dem Konrektor für Studium und Lehre ermöglicht eine Ausweitung des Förderschwerpunktes auf Projektideen, die forschendes Studieren und OER sinnvoll verbinden ab 2019/2020.

Was bleibt? Inwieweit hat das Projekt einen Unterschied gemacht, der 2019 sichtbar ist?

OER ist als Thema im ZMML (Mediaservice, Mediendidaktik) und in den Projekten etabliert. Die Zusammenarbeit mit der SuUB wird u.a. durch ein gemeinsames Hands- On Lab für Lehrende fortgesetzt.

Wir sind sehr gespannt auf die Projekte, die im Rahmen der Förderung ForstA digital mit Schwerpunkt OER ab 2019 umgesetzt werden.

Darüber begleiten wir die Aktivitäten der Fachbereiche zum Thema OER beispielsweise hat sich im Fachbereich Human- und Gesundheitswissenschaften eine Arbeitsgruppe „Digitalisierung / OER“ gebildet. Diese unterstützt und vernetzt Lehrende und initiiert konkrete Fortbildungsangebote, z.B. NiL (Neue innovative Lehre) – Treffen.

Die Website oer.uni-bremen.de wird fortwährend um Beispiele ergänzt und OER wird ein Thema der „Win a Tutor- Didaktische E-Learning-Anwendungsszenarien“ bleiben, für die Lehrende Förderung beantragen können.


Dieser Artikel ist Bestandteil der Reihe „Lessons Learned in 5×5 Zeilen“, die zum Abschluss der Projektförderung der OERinfo-Projekte entst

Creative Commons LizenzvertragDieser Text steht unter der CC BY 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Franziska Richter und Yildiray Ogurol für ProOER und Jöran Muuß-Merholz für OERinfo – Informationsstelle OER.

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