Online-Umfrage zu OER an berufsbildenden Schulen – Ergebnisse liegen vor

Lehrerkooperation, Foto: Forum Bildung Digitalisierung (via Flickr), CC BY 4.0.

Wie hoch ist die Bereitschaft an berufsbildenden Schulen, Lehr-/Lernmaterialien als Open Educational Resources (OER) zu teilen? In einem Beitrag stellen Bodo Rödel und Susanne Grimm vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hierzu die Ergebnisse der Online-Befragung im Detail vor.

Eine bundesweite Online-Umfrage

Wie hoch ist die Bereitschaft an berufsbildenden Schulen, Lehr-/Lernmaterialien im Sinne von Open Educational Resources zu teilen? In einem kürzlich erschienen Diskussionspapier von Susanne Grimm und Bodo Rödel vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) werden die Ergebnisse der Online-Umfrage zu Open Educational Resources (OER) an berufsbildenden Schulen in Deutschland im Detail dargestellt.

Das wissenschaftliche Diskussionspapiers Open Educational Resources (OER) an berufsbildenden Schulen in Deutschland – Ergebnisse einer bundesweiten Online-Umfrage steht zum kostenlosen Download (PDF) bereit.

An das Thema heranführen

Einleitend wird in aller Kürze auf die UNESCO-Empfehlung zu OER und die damit verbundenen Zielsetzungen eingegangen, zu der sich die UNESCO-Mitgliedsstaaten mit Annahme dieser Empfehlung verpflichtet haben. Darüber hinaus werden weitere Handlungsempfehlungen genannt, zu der die UNESCO im Hinblick auf die Überprüfung von Maßnahmen auf nationaler Ebene rät. Schließlich wird, bezugnehmend auf vorangegangene Studien, der IST-Stand von OER in der beruflichen Bildung verortet.

Die Umfrage zu OER an berufsbildenden Schulen

Ziel der vom BIBB durchgeführten Umfrage war es, den Status quo der Verbreitung, Akzeptanz und Nutzung von OER an berufsbildenden Schulen in Deutschland zu ermitteln. Die Umfrage wurde von November bis Dezember 2019 durchgeführt. Bundesweit wurden die Leitungsebene sowie Lehrkräfte und Referendar*innen unterschiedlicher Fachrichtungen an berufsbildenden Schulen adressiert. Es gingen 972 vollständig beantwortete Rückmeldungen ein. Die Ergebnisse werden im Detail deskriptiv und mit Grafiken veranschaulicht dargestellt und abschließend zusammengefasst.

Zentrale Ergebnisse der Umfrage

Die Ergebnisse zeigen, dass der Austausch von Bildungsmaterialien im Kolleg*innenkreis rege praktiziert wird. Für den weit überwiegenden Teil der befragten Berufsschullehrer*innen, die Materialien selber erstellen, endet damit jedoch die Bereitschaft oder die Möglichkeit, diese einem weiteren Nutzerkreis zur Verfügung zu stellen. Nur ein geringer Teil ist bereit, eigene Materialien auf öffentlichen Plattformen zu teilen. Eher vereinzelt werden hier auch offene Lizenzen genutzt.

Rund ein Drittel der Befragten geben an, den Begriff OER zu kennen. Von denen geben noch rund die Hälfte an, Plattformen zu kennen, auf denen sie OER finden oder verbreiten können. Diejenigen, denen der Begriff OER bekannt ist, stehen diesem im Allgemeinen positiv gegenüber. Die kollaborative Erstellung wird als bereichernd hervorgehoben und der Aspekt der Aktualität sowie die Möglichkeit einer individuellen Anpassung als besonders positiv angesehen. Das größte Hindernis zur Erstellung von OER sind laut Umfrage die zeitlichen Ressourcen der Berufsschullehrer*innen.

Im Geiste von Open Science und Open Data

Der vollständige Fragebogen mit insgesamt 30 Fragen (geschlossen, offen, Multiple-Choice, Likert-Skalen), unterteilt in acht Fragengruppen, befindet sich im Anhang der Publikation. Er wurde vor dem Zugang zum Feld allen Transferpartnern von OERinfo in einem offenen Peer-Review-Verfahren vorgelegt. Dies hatte vor allem Änderungen im Aufbau des Fragebogens zur Folge.

Der vollständige Datensatz aller Rückmeldungen zur Online-Umfrage steht hier als Excel-Datei zum Download bereit.

Creative Commons LizenzvertragDieser Text steht unter der CC BY 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Susanne Grimm und Bodo Rödel für OERinfo – Informationsstelle OER.

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