MOIN – OERinfo – Lessons Learned in 5×5 Zeilen

Screenshot der Projektwebsite MOIN, nicht unter freier Lizenz
Screenshot, nicht unter freier Lizenz

Fragen von OERinfo an das Projektteam von MOIN

Die Bildungsbereich übergreifende Kooperation von MOIN – Multiplikator*innen für Open Educational Resources in Niedersachsen konnte zeigen, dass Open Educational Resources in Schule, Hochschule und Erwachsenenbildung das Potenzial zur Veränderung didaktischer Ansätze hat. Über die Erfahrungen aus dem Projekt berichten Mitarbeiterinnen der fünf beteiligten Kooperationspartner.

Wenn Sie auf die Projektzeit zurückblicken, was würden Sie dann sagen …

Was war eine Maßnahme Ihrer Arbeit, die besonders spezifisch auf Ihre Zielgruppe (welche?) zugeschnitten war?

Der fünfwöchige OER-bMOOC der kvhs Ammerland in seiner Kombination aus Online- und Präsenzphasen war für den Bereich der Erwachsenen- und Weiterbildung ein Format, das sehr gut gepasst hat. In einem Flächenland wie Niedersachsen waren die Onlineangebote eine Chance Distanzen zu überwinden. Aber in Volkshochschulen spielt auch der Präsenzunterricht eine große Rolle. Im bMOOC haben Präsenztreffen eine regionale Vernetzung ermöglicht und einen persönlichen Kontakt hergestellt, der wichtig für die Motivation der Teilnehmer*innen war.

Das Team von MOIN, Bildnachweis

Das Projekt MOIN
 

Das Projekt MOIN – Multiplikator*innen für Open Educational Resources in Niedersachsen war ein Verbundprojekt von ELAN e.V., der Hochschule Hannover, der Kreisvolkshochschule Ammerland, der Technischen Universität Braunschweigund der Universität Osnabrück. Ziel des Projekts war es, OER bei Multiplikator*innen aus unterschiedlichen Bildungsbereichen bekannt zu machen und gemeinsam auch das didaktische Potenzial von OER auszuloten.

Was hat *besonders* gut geklappt?

Die Zusammenarbeit im Projekt bzw. die Projektkoordination im Verbund war für uns eine echte Bereicherung. Gleichzeitig war die im Projekt gelebte Offenheit auch ein konstruktiver Ausgangspunkt um Teilnehmer*innen für eine mit Open Education verbundene Haltung zu begeistern. Die Motivation, das Engagement sowie der Aufbau eines persönlichen Kontakts zu interessierten Teilnehmer*innen der Qualifizierungsangebote war ein weiterer Aspekt, den wir als besonders positiv empfunden haben.

Was war für die Erreichung Ihrer Ziele (welche?) Ihr größter „Bündnispartner“? (Sachverhalt, Person, Unterstützer, Material …)

Der Austausch mit Akteur*innen der OER-Community und mit den anderen OERinfo-Projekten war wichtig. Die gegenseitige Unterstützung, u.a., indem Materialien geteilt wurden, und dass es Raum gab um voneinander zu lernen und zu sehen mit wie viel Kreativität und Herzblut z.B. Treffen und Bildungsangebote gestaltet wurden, war immer wieder motivierend – gerade in der Konfrontation mit Herausforderungen, die sich im MOIN-Projekt v.a. auf struktureller Ebene gezeigt haben.

Was bleibt? Inwieweit hat das Projekt einen Unterschied gemacht, der 2019 sichtbar ist?

Was auch nach Projektende bleibt, ist die Integration von Inhalten zu OER in bestehende Informationsangebote – z.B. das OER-Kapitel im Onlinekurs MediaDidakt für Lehrende derTU Braunschweigoder das Beratungsangebot zu OER im ZLB der Hochschule Hannover. Die Einführung des Themas OER in den digicircles der niedersächsischen Volkshochschulen, die fortan offene Lizenzierung von Materialien der Projektgruppe Medienbildung der TU Braunschweig, erste Schritte in Richtung einer OER-Policy an der Universität Osnabrück, die Mitwirkung der Hochschule Hannover im Arbeitskreis Mathe Digital und die Mitgliedschaft des ELAN e.V. im Bündnis Freie Bildung sind weitere Beispiele.

Welche anfänglich identifizierten Risiken oder Bedenken haben sich bewahrheitet bzw. sich als eher unbegründet herausgestellt?

Wir sind zu Beginn des MOIN-Projekts davon ausgegangen, dass wir an den einzelnen Institutionen einer Vielzahl von Vorbehalten gegenüber OER begegnen werden. Daher haben wir uns im Vorfeld unserer Qualifizierungen intensiv mit möglichen Bedenken gegenüber OER beschäftigt. Auf dem OERcamp Nord 2017 haben wir hierzu in einer Session mit anderen Teilgeber*innen gearbeitet. Unsere Sorge hat sich jedoch als völlig unbegründet erwiesen. Wir sind vielmehr auf Neugierde gestoßen.


Bildnachweis: Das Team von MOIN, obere Reihe: Katrin Hempel (li), Foto von Noreen Krause, CC BY 4.0; Claudia Lehmann (re), Foto von Noreen Krause, CC BY 4.0; mittlere Reihe: Hanna Bittner (li), Foto von Imke Rothe, CC BY 4.0; MOIN Logo (re), nicht unter freier Lizenz; untere Reihe: Mareike Herbstreit (li), Foto von Noreen Krause, CC BY 4.0; Noreen Krause (re), Foto von Mareike Herbstreit, CC BY 4.0.


Dieser Artikel ist Bestandteil der Reihe „Lessons Learned in 5×5 Zeilen“, die zum Abschluss der Projektförderung der OERinfo-Projekte entstanden ist.

Creative Commons LizenzvertragDieser Text steht unter der CC BY 4.0-Lizenz. Der Name des Urhebers soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Hanna Bittner, Katrin Hempel, Mareike Herbstreit, Noreen Krause und Claudia Lehmann für MOIN und Jöran Muuß-Merholz für OERinfo – Informationsstelle OER.

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