OER als Transfermedium: Mit OER Forschung in zeitgemäße Lehre und Praxis übersetzen

Der Beitrag diskutiert Open Educational Resources (OER) als Transfermedium im Spannungsfeld von Forschung, Lehre und gesellschaftlicher Praxis. Ausgehend vom Humboldtschen Ideal der Einheit von Forschung und Lehre sowie der erweiterten Hochschulaufgabe im Sinne der „Third Mission“ wird argumentiert, dass Wissenstransfer nicht ausschließlich der Forschungsfunktion zugerechnet werden sollte, sondern auch in der Lehre systematisch verankert sein kann. OER werden dabei als offene, adaptierbare und veröffentlichte Lehr-/Lernmaterialien verstanden, die – bei gesicherter Qualität und klar erkennbarer Autorschaft – als Lehrpublikationen interpretiert werden können.

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Mit OER zu mehr Future Skills in der Hochschullehre – ein Interview mit Melanie Müller

Wie lassen sich sogenannte Future Skills – also jene Kompetenzen, die für die Zukunft von Arbeit, Gesellschaft und Bildung besonders wichtig sind – gezielt in der Hochschullehre fördern? Und welche Rolle können offene Bildungsressourcen (OER) dabei spielen? Diesen Fragen ist Melanie Müller in ihrer Masterarbeit „Future Skills durch OER fördern– Praxis, Potenziale, Perspektiven” nachgegangen. Ausgangspunkt war ihre Beobachtung aus der Hochschuldidaktik: Zwar sind sich viele einig, dass Future Skills zentral sind – doch im Curriculum bleibt oft wenig Raum, sie tatsächlich zu entwickeln. Lehrende möchten Studierende auf die Zukunft vorbereiten, stoßen dabei aber auf knappe Ressourcen, fehlende Materialien und Unsicherheiten in der Umsetzung im eigenen Fach. Hier setzt Melanies OER-Perspektive an: Offene Bildungsressourcen können nicht nur entlasten, sondern auch den Gedanken von Offenheit, Kollaboration und Adaptierbarkeit in die Lehre tragen – genau jene Prinzipien, die auch den Future Skills zugrunde liegen. OERinfo hat sie für ein Interview im Rahmen der Aktionswochen des Deutschen Bildungsservers getroffen.

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