Der Beitrag diskutiert Open Educational Resources (OER) als Transfermedium im Spannungsfeld von Forschung, Lehre und gesellschaftlicher Praxis. Ausgehend vom Humboldtschen Ideal der Einheit von Forschung und Lehre sowie der erweiterten Hochschulaufgabe im Sinne der „Third Mission“ wird argumentiert, dass Wissenstransfer nicht ausschließlich der Forschungsfunktion zugerechnet werden sollte, sondern auch in der Lehre systematisch verankert sein kann. OER werden dabei als offene, adaptierbare und veröffentlichte Lehr-/Lernmaterialien verstanden, die – bei gesicherter Qualität und klar erkennbarer Autorschaft – als Lehrpublikationen interpretiert werden können.