BMBF und KMK veröffentlichen Papier zu OER

Bund-Länder-Bericht zu OER

Bund-Länder-Bericht zu OER

Der Bericht der Arbeitsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Länder und des Bundes zu Open Educational Resources (OER) ist erschienen. Das Papier ist von der KMK als „Bericht der Arbeitsgruppe“ verabschiedet worden und nicht – wie es dem Vernehmen nach in einem früheren Entwurf gehießen hatte – als „Bund-Länder-Stellungnahme“. Die gemeinsame Arbeitsgruppe von Bundesforschungsministerium (BMBF) und Kultusministerkonferenz (KMK) war im September 2013  eingesetzt worden. Im Papier werden nach einer Bestandsaufnahme und einer positiven Positionierung einige kurz- und mittelfristige Maßnahmen empfohlen. Die Arbeitsgruppe empfiehlt als „vorrangige Maßnahme den Aufbau einer neuen bzw. die Unterstützung bereits bestehender Plattformen im Internet, auf der Verweise zu verschiedenen OER-Quellen und, falls sinnvoll, auch OER- Materialien gebündelt bereitgestellt, gefunden und heruntergeladen werden können“ (S. 8).

Die weiteren empfohlenen Maßnahmen lauten:

2. Rechtssicherheit bei der Lizenzierung von OER verbessern

3. Für die Potenziale von OER sensibilisieren

4. Erkenntnisstand zu OER fördern

5. Die europäische und internationale Zusammenarbeit bei OER intensivieren

6. Eine Informations- und Koordinierungsstelle für OER, insbesondere für die Bereiche Schule und Lebenslanges Lernen, schaffen

Die Zusammenfassung des Papiers:

Der Bericht der Arbeitsgruppe der Länder und des Bundes bezieht Position zur Frage der Nutzbarkeit von „Open Educational Resources“ in Lehr- und Lernprozessen sowie zu Maßnahmen und Rahmenbedingungen für die Entwicklung einer entsprechenden pädagogischen und technischen Infrastruktur. Ausgehend von einer inhaltlichen Bestimmung für „Open Educational Resources“ diskutiert der Bericht zunächst die Potenziale und Herausforderungen für eine systematische Integration bzw. Förderung von OER im deutschen Bildungssystem. Dabei werden pädagogische, organisatorisch-funktionale, technische, juristische und wirtschaftliche Aspekte beleuchtet. Anschließend werden kurz- und mittelfristig umzusetzende Maßnahmen empfohlen, in deren Mittelpunkt der zentrale Nachweis und die gesicherte Verfügbarkeit von OER stehen, begleitet von Aktivitäten zur inhaltlichen Qualitätssicherung und zur Förderung der Erstellung von OER. Im Fazit werden die positiven Wirkungsmöglichkeiten für OER im Kontext aktueller Anforderungen an Lehren und Lernen betont. Gleichzeitig wird auf die notwendige Unterstützung dieses Entwicklungsprozesses seitens des Bundes und der Länder hingewiesen.

der gesamte Bericht zum Download (pdf)


Creative Commons Lizenzvertrag Der Text steht unter der CC BY 4.0-Lizenz.Der Name des Autors soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Jöran Muuß-Merholz für www.open-educational-resources.de – Transferstelle für OER.
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Es gibt 2 Kommentare.
  1. Transferstelle OER Transferstelle OER schreibt:

    Update: Wir haben das Papier aus der pdf-Form befreit, um das Weiterverarbeiten und Kommentieren zu erleichtern. Hier findet es sich als Google Doc: http://goo.gl/l7SoKE

  2. Thomas Richter schreibt:

    eine bereits bestehende Plattform: Von der EU mit 15,3 Mio Euro gefördert, multilingualer Oberfläche und Suche. Derzeit über 800.000 OERs, Europaweit knapp 3000 bereits teilnehmende Schulen und fast 8.000 individuell registrierte Lehrer: Open Discovery Space, siehe: http://portal.opendiscoveryspace.eu

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