#OERUSA – ein offener Brief der OER-Community an Präsident Obama

OERUSA – Abbildung unter <a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/">CC BY 2.0</a> by Domi Enders / openassemblyedu via Flickr

OERUSA – Abbildung unter CC BY 2.0 by Domi Enders / openassemblyedu via Flickr

US-Präsident Obama hat einen Brief bekommen. Zahlreiche Unterzeichner fordern darin, dass mit Steuergeldern finanzierte Bildungs- und Informationsmaterialien standardmäßig unter freier Lizenz veröffentlicht werden sollen. Die Aktion wird auf Twitter mit einer Kampagne unter dem Hashtag #OERUSA begleitet. 

Das Problem wird wie folgt beschrieben:

“While these materials are created for the public good, they are generally not open to the members of the public who paid for them.”

Der entscheidende Satz zur Lösung lautet:

“To ensure that the value of educational materials created with federal funds is maximized, we call upon the President to issue a strong Administration policy to ensure that they are made available to the public as Open Educational Resources to freely use, share, and build upon.”

Die Obama-Regierung hatte sich bereits 2014 offen für das Thema OER gezeigt, und der Brief listet ein Reihe von bereits existierenden Programmen auf. Im letzten Abschnitt werden fünf Prinzipien für die Umsetzung vorgeschlagen, darunter der digitale Zugang und die Möglichkeit zur Weiternutzung. Auffällig ist, dass hier nicht explizit auf die Frage nach der kommerziellen Weiternutzung eingegangen wird. Obwohl im Text auch die Gruppe der “entrepreneurs” explizit als mögliche Nutznießer benannt ist, gibt es keine Forderung, auf die Lizenzauflage “non-commercial” (NC) zu verzichten.

Den Brief im Original kann man hier lesen und hier unterschreiben. Auf Twitter wird das Thema unter dem Hashtag #OERUSA diskutiert. Die ersten Unterzeichner sind Vertreter von Organisationen aus den Bereichen Bildung, Bibliotheken, Technologie, Gemeinwesen und Rechtswesen.

Und Deutschland?

In Deutschland wurde eine vergleichbare Forderung im Positionspapier des Bündnis’ freie Bildung Anfang 2015 vorgebracht.

Wenn man sie auf den Punkt bringen möchte, könnte sie lauten:

öffentlich finanziert = offen lizenziert! (Formulierung nicht aus dem Positionspapier, sondern von Jöran Muuß-Merholz)

Allerdings gibt es bisher keine Konkretisierung, wie weit das Verständnis von „öffentlich finanziert“ reichen könnte. (Sachdienliche Hinweise nehmen wir gerne entgegen.)

Creative Commons LizenzvertragText steht unter der CC BY 4.0-Lizenz. Der Name des Urheber soll bei einer Weiterverwendung wie folgt genannt werden: Jöran Muuß-Merholz für www.open-educational-resources.de – Transferstelle für OER.

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