Was plant die Bundesregierung zum Thema Open Educational Resources (OER)? Nachdem im Mai 2015 Bundesbildungsministerin Johanna Wanka ein wohlwollendes Zitat dazu abgab, liegen nun ganze 6 Seiten Antworten auf insgesamt 19 Fragen vor. Die Fragen waren über eine Kleine Anfrage der Bundestagsfraktion der Grünen gestellt worden. Ganz große Überraschungen gibt es nicht, aber einige hilfreiche Klarstellungen und große Erwartungen an zwei laufende Forschungsprojekte. Außerdem konkretisiert sich der Verdacht, dass das BMBF die 2 Millionen Euro, die im Haushalt 2015 für OER zur Verfügung stehen, nicht ausgeben wird.
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Schaut man auf die OER-Aktivitäten der 16 Bundesländer, so findet man in Berlin den ambitioniertesten Ansatz. Hier wird derzeit nicht nur eine zentrale Infrastruktur für freie Bildungsmaterialien entwickelt, sondern auch ein Konzept, das einen kulturellen Wandel in Schulen vorantreiben soll. Im Interview mit Jöran Muuß-Merholz spricht Mark Rackles sogar eine heilige Kuh an: Lehrkräfte könnten indirekt auch für die Entwicklung von freien Lehr-Lern-Materialien bezahlt werden.
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Josie Fraser und ihr Team vom Projekt „Digitale Literacy / DigiLit Leicester” sorgen dafür, dass die Schulen in der Stadt den digitalen Wandel aktiv mitgestalten.
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Sebastian Seitz, Projektmanager für Open Educational Resources bei der Technologiestiftung Berlin, ist der Herausgeber des frei verfügbaren Buches. Er hat für sein Projekt Autor/innen versammelt, die sich an Schulen, Hochschulen, in der Weiterbildung und Bildungsadministration erfolgreich mit der Idee durchgesetzt haben, freie Software einzusetzen.
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Kommentare können bis zum 3. August 2015 eingebracht werden. Bisher (10.7.2015) gibt es zu den beiden Absätze drei Kommentare.
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Inwieweit befindet sich der (Weiter-)Bildungsmarkt durch digitale Medien in einem grundlegenden Wandel? „Wir machen seit einigen Jahren die Erfahrung, dass die klassische Unterscheidung, wie wir sie von Hochschulen kennen, und die dort vorgehaltenen Bildungsformate zunehmend an Bedeutung verlieren”, sagt Dr. Burkhard Lehmann, Geschäftsführer des Zentrums für Fernstudien und Universitäre Weiterbildung (ZFUW) der Universität Koblenz-Landau und Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für wissenschaftliche Weiterbildung und Fernstudium e.V. (DGWF). Er sieht einen Bedarf, den Begriff der (Weiter-)Bildung neu zu definieren, und zwar nicht mehr im Sinne der Institutionen, sondern differenziert nach den Zielen des Lernens und den damit erreichten Qualifikationen. Freie Bildungsressourcen seien ein guter Ansatz, allerdings fragt Lehmann: „Welches Bildungsproblem lösen wir, wenn wir diese Materialien auf den Markt bringen?”
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Eine Weiterbildung für Beschäftigte an wissenschaftlichen und öffentlichen Bibliotheken findet am 17.09.2015 unter dem Dach der FH Köln statt. Geboten wird ein kompaktes Programm, das eine umfassende Einführung in das Thema bietet und darauf zielt, OER im Dienstleistungsangebot vieler Bibliotheken zu verankern. Die Tagesveranstaltung wird gestaltet von Experten unterschiedlicher Disziplinen, die sich seit geraumer Zeit mit unterschiedlichen Facetten des Themas beschäftigen. Sie werden im Rahmen eines Barcamps den Teilnehmer/innen für ausführliche Nachfragen zur Verfügung stehen.
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„Man muss einfach anfangen!“, sagen die Initiatoren des Projektes „For you – Open Educational Resources“ („4u-oer“). Also starteten sie zum 1.7.2015 eine Crowdfunding-Kampagne unter dem Titel „Bildungsmaterialien befreien“, mit der 2.500 Euro gesammelt werden sollen. Die Ansprüche sind nicht unbescheiden: „Wikipedia erschuf eine neue Form für Nachschlagewerke. Wir wollen das jetzt mit Bildungsmaterialien versuchen und suchen Unterstützer.“
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PS: Noch gibt es keine Details, aber es werden voraussichtlich mehrere Workshops aus dem Themenfeld OER am Freitag und Montag rund um das OERcamp / EduCamp stattfinden. Details werden im Blog des EduCamps veröffentlicht werden.
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